"Nicht mehr praktizierbar"

"Feldversuch Hochstraße" in Lüdenscheid gescheitert

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Die Gäste waren begeistert, manche Anwohner der Hochstraße nicht.

Lüdenscheid - Der Feldversuch Hochstraße, mit dem die Lüdenscheider Oberstadt und das gastronomische Angebot attraktiv in Szene gesetzt werden sollte, ist gescheitert. 

Es war ein Versuch, in den der Verein „Onkel Willi & Söhne“ im Vorfeld viel Zeit gesteckt hatte, um die erforderliche Organisation in Abstimmung mit der Stadt hinzubekommen. 

Doch der Feldversuch Hochstraße, mit dem die Oberstadt und ihr gastronomisches Angebot attraktiv in den Fokus gesetzt werden sollten, ist beendet. 

Für die sieben Sperrungen habe man von Gästen viel Zuspruch erhalten, aber unter den gegebenen Kriterien sei der „Feldversuch Hochstraße nicht mehr praktizierbar“, erklärte Vereinssprecher Marco Sommerfeld im Bau- und Verkehrsausschuss das Projekt für beendet. 

Das bedeute nicht, dass sich der Verein nicht auch weiter dafür einsetzen werde, mehr Möglichkeiten für Gastronomen zu schaffen und das Leben in der Stadt besser und unterhaltsamer zu machen.

Ausdrücklich lobte Sommerfeld das Engagement der Stadt, die den Feldversuch unterstützt habe. Das galt aber von Beginn an nicht für alle Anwohner.

 „Trotz der erheblichen Bemühungen, die auferlegten Sperrungen, Regeln und Zeiten einzuhalten, reagierte eine kleine Personengruppe mit bitterem Widerstand, Anfeindungen, bösen Briefen und unwahren Behauptungen auf unser Engagement. Die Tage der Sperrungen wurden immer scharf kontrolliert und penibel angezeigt.“

Gäste seien verschreckt und die Straße geräumt worden. Ein einladendes Bild für auswärtige Gäste und eine offene, lebendige Stadt sehe anders aus. „Der Schaden für das Image der Straße, der Betreiber und unseres Vereins steht in keinem Verhältnis zu der Arbeit und den Auseinandersetzungen mit gewissen Personen.“

 So gehe das Kneipensterben in der Stadt weiter und die Lebensqualität schrumpfe.

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