"Stolpersteine" gegen das Vergessen

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"Stolpersteine" sollen auch in Lüdenscheid verlegt werden.

Lüdenscheid - „Stolpersteine“ für vier Opfer der nationalsozialistischen Diktatur werden voraussichtlich im September dieses Jahres in der Altstadt verlegt

Der Verein Ge-Denk-Zellen hatte einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt, dem alle Fraktionen im Rat nach interner Beratung und die Verwaltung zustimmten. Dies teilte Bürgermeister Dieter Dzewas im Rat mit.

Wie berichtet, erinnert der Künstler Gunter Demnig an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihren einstigen Wohnungen Steine, die auf der Oberseite kleine Metallplatten mit den Namen der Opfer tragen, verlegt. Dies nimmt Demnig immer selbst vor.

Dieter Dzewas bezeichnete die Aktion als einen wichtigen Baustein der deutschen Erinnerungskultur. Das Kunstprojekt „Stolpersteine“ sei ein anerkanntes und in vielen Städten umgesetztes Projekt zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur.

Zusätzlich wird sich der Verein Ge-Denk-Zellen Anfang Juni an der Aktion „75 Jubiläumsstunden“ zum diesjährigen Stadtjubiläum beteiligen, teilte Dieter Dzewas weiter mit. Zum Thema „Stolpersteine“ solle an den Aktionstagen eine neue Ausstellung für die Räume des Vereins Im Alten Rathaus konzipiert und erstellt werden. 

„In der Ausstellung will der Verein neben den nun für die Verlegung ausgesuchten Opfern auch auf weitere Opferschicksale aus Lüdenscheid eingehen.“

Der Künstler Gunter Demnig hat sich durch die „Stolpersteine“-Aktion weltweit einen Namen gemacht. Laut Homepage ist das Projekt im April 2017 auf fast 61 000 verlegte Steine in 1100 Orten in Europa gewachsen. „Zudem liegen mittlerweile 25 „Stolperschwellen. Und uns erreichen immer noch viele weitere Anfragen.“ In 2017 sollten Steine in Weißrussland verlegt werden. Zudem sei eine Verlegung in Mazedonien in Planung. 

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