Polizei schaut in Wohnung nach: 36-Jähriger auf der Flucht

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Symbolbild

Lüdenscheid - Es sollten vier Verhandlungstage werden vor der 1. großen Strafkammer des Hagener Landgerichts. Gleich der erste Termin fällt aus. Der Angeklagte taucht nicht auf.

Der erste Prozesstermin ist geplatzt. Der 36-jährige Lüdenscheider, der sich wegen Drogenhandels und wegen eines Angriffs mit einem Messer auf seinen Dealer vor der 1. großen Strafkammer des Hagener Landgerichts verantworten muss, tauchte zum Verhandlungstermin nicht auf. 

Der Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Ralph Giebeler, zuckte auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters Jörg Weber-Schmitz mit den Schultern. „Ich kann mir das auch nicht erklären.“ Allerdings hatte Giebeler nach eigenen Worten schon seit Wochen keinen Kontakt mehr mit seinem Mandanten. 

Auch der Vorführbefehl, den die Kammer darauf erließ, ging ins Leere. Richter Weber-Schmitz schickte eine Polizeistreife zur Wohnung des Angeklagten und teilte knapp zwei Stunden später mit: „Die Polizei hat die Wohnung geöffnet und auf den Kopf gestellt, es ergaben sich keinerlei Hinweise auf den Aufenthaltsort des Angeklagten, eine Vorführung ist nicht möglich.“ 

Nun fahnden die Behörden nach dem Mann. Der durch die Messerattacke im Februar 2017 verletzte Lüdenscheider blieb dem Prozesstermin gestern zunächst ebenfalls fern und kam erst zum Landgericht, nachdem er einen Anruf bekommen hatte. Er habe nicht kommen können, da seine Frau im Krankenhaus liege, entschuldigte er sich. Das reichte den Richtern als Entschuldigung jedoch nicht aus. 

Am Freitag gibt es einen neuen Anlauf, die Angelegenheit strafrechtlich zu klären. Die Hauptverhandlung beginnt um 12 Uhr und findet im Saal 201 des Landgerichts statt.

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