Ein Wald für Klima und Freundschaft

Lüdenscheider und US-Amerikaner pflanzen Bäume im Stadtpark

Gemeinsam für den Klimaschutz: Lüdenscheider und Amerikaner haben im Stadtpark eine Aufforstung initiiert. Eine artgleiche Aktion soll es auch in der Partnergemeinde White Bear Lake im US-Bundesstaat Minnesota geben.
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Gemeinsam für den Klimaschutz: Lüdenscheider und Amerikaner haben im Stadtpark eine Aufforstung initiiert. Eine artgleiche Aktion soll es auch in der Partnergemeinde White Bear Lake im US-Bundesstaat Minnesota geben.

Es soll eine deutliche Positionierung für den Klimaschutz und auch für die deutsch-amerikanische Freundschaft sein.

Lüdenscheid – Am Freitag haben Vertreter von Politik und Verwaltung zusammen mit einer Delegation aus der Stadt White Bear Lake im US-Bundesstaat Minnesota im Lüdenscheider Stadtpark den Auftakt einer Baumpflanzung erlebt, die in den nächsten Jahren zu einem sogenannten transatlantischen Partnerschaftswald heranwachsen soll. Revierförster Marcus Teuber vom Regionalforstamt Märkisches Sauerland hatte die ersten 25 Setzlinge rechtzeitig zum Besuch der Gäste in die Erde gebracht.

Zu den Hintergründen der Aktion: Seit einigen Jahren besteht zwischen mehreren Kommunen in Nordrhein-Westfalen und Städten in Minnesota ein Partnerschafts- und Austauschprogramm. Bei dem geht es um konkrete Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz, um Energieeffizienz und die Förderung nachhaltiger Technologien (wir berichteten). Lüdenscheid ist dabei die Stadt White Bear Lake zugeordnet. Durch gegenseitige Besuche und neue Ideen soll auch praktischer Klima- und Umweltschutz vor Ort angeschoben werden. Besagte Wald-Anpflanzung direkt hinter dem Mercure-Hotel ist eine der Früchte dieser deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit.

Der Standort für das neue Wäldchen ist dabei kein Zufall. Denn im Lüdenscheider Stadtpark hat der Fichtentod – ausgelöst durch anhaltende Trockenheit und Borkenkäfer-Befall – bekanntlich heftig zugeschlagen. Etliche Baumstämme mussten dort in jüngster Vergangenheit gefällt und beseitigt werden. Diese Zusammenhänge erklärte Hans Jürgen Badziura bei dem Ortstermin am Freitag auch den Gästen aus den USA. Badziura – bis vor Kurzem noch Leiter des städtischen Fachdienstes Umweltschutz und Freiraum – hat seinen noch jungen Ruhestand extra unterbrochen, um die US-Amerikaner bei ihrem aktuellen Aufenthalt in Lüdenscheid zu begleiten.

Der transatlantische Wald soll nun nach und nach größer werden. Die ersten 100 Bäumchen bezahlt dabei die Bergstädter Firma Strack Norma, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Angepflanzt werden laut Badziura je zur Hälfte Buchen und amerikanische Roteichen. Beide Sorten schätzen Experten als resistenter gegenüber der Klimaerwärmung ein. Badziura gab sich zum Auftakt der Aufforstung insgesamt recht optimistisch: „Mit der Planungsstärke der Deutschen und der Tatkraft der Amerikaner können wir für Umwelt und Klima in Zukunft einiges bewirken.“

VON SEBASTIAN SCHMIDT

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