Riesenbärenklau hinterm Haus: Keiner fühlt sich zuständig

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Friedhelm Brocke hat die Nase voll: vom Riesenbärenklau und von der Passivität der Stadt.

Lüdenscheid - Die Stadt hat den Kampf gegen die Ausbreitung des Riesenbärenklaus offenbar aufgegeben.

Das fast ungehinderte Wuchern des Riesenbärenklaus – auch Herkulesstaude genannt – ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge. Doch die Stadt hat den Kampf gegen die weitere Ausbreitung der ungeliebten und einst aus dem Kaukasus eingeschleppten Pflanze offenbar weitgehend aufgegeben. 

Das ärgert auch Friedhelm Brocke (77), der am Ufer des Rahmedebachs an der Altenaer Straße wohnt – und dem die gesundheitsschädlichen Gewächse mehr und mehr „auf die Pelle rücken“. 

Doch mehrere Anrufe bei der Stadtverwaltung und dem STL seien ohne Antwort geblieben, so Brocke. „Das hat mich am meisten aufgeregt.“ 

Hans-Jürgen Badziura, Chef des Fachdienstes Umweltschutz und Freiraum im Rathaus, hält die Entwicklung für ein „Riesenthema“, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion sagt. 

Der Fachmann erinnert an ein städtisches Programm, in dem 1-Euro-Jobber jahrelang stadtweit gegen die bis zu vier Meter hohen Pflanzen vorgegangen sind. „Aber das Programm ist irgendwann ausgelaufen. Jetzt machen wir nichts mehr.“ 

Wer auf seinem Grundstück Riesenbärenklau roden will, dem empfiehlt Badziura das Tragen von Schutzkleidung und Handschuhen. Die Pflanzen sollten ausgegraben werden und gehören eigentlich auf den Kompost. 

Das mache aber nur Sinn, wenn im Kompost Temperaturen von rund 70 Grad erreicht werden. Ansonsten solle der Riesenbärenklau zerkleinert in die Restmülltonne geworfen werden. Und lande dann in der Müllverbrennungsanlage.

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