Tafel-Kinder genießen heiter-besinnliches Fest

Mitarbeiter der Tafel und freiwillige Helfer hatten sich wieder sehr viel Mühe gegeben, ein schönes Fest vorzubereiten.

LÜDENSCHEID ▪ Sie stehen nicht unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens. Doch Lüdenscheider Bürger mit humanitärer Grundeinstellung und unermüdlicher Tatkraft sorgen dafür, dass auch Kinder aus bedürftigen Verhältnissen immer wieder glänzende Augen bekommen. So war das auch bei der Weihnachtsfeier im Pfarrsaal der Gemeinde St. Joseph und Medardus.

Eingeladen zu dem heiter-besinnlichen Fest hatte die Lüdenscheider Tafel. Rund 50 Mädchen und Jungen waren an diesem Nachmittag mit Familienangehörigen erschienen. Es lockten ein leckeres Mittagessen und ein fröhliches Unterhaltungsprogramm. Und auch Bürgermeister Dieter Dzewas schaute bei der Weihnachtsfeier vorbei.

Besonderen Einsatz zeigte bei der Veranstaltung übrigens das Küster-Ehepaar der Gemeinde St. Joseph und Medardus. Zusammen mit ihren Kindern hatten Beate und Andreas Kutal dabei ein Weihnachtsessen mit Rotkohl und Hähnchenschnitzeln für die kleinen Besucher gezaubert. Das war sicher viel Arbeit und Aufwand für die Kutals. Doch das Engagement für die soziale Sache bereitete ihnen sichtlich Freude.

Direkt nach dem Mittagessen entfaltete sich im Saal dann ein adventliches Programm. Der Mann an Gitarre und Mikrofon war dabei der bekannte heimische Kinderliedermacher Uwe Lal. Er hatte auf der Bühne eine liebevolle Weihnachtsdekoration aufgebaut und verzückte das junge Publikum mit seinen bewähren Mitmach-Aktionen. Kurzum: Es war für die versammelten Kinder ein vergnüglich-unbeschwertes Erlebnis. Das Lachen im Saal bewies es.

Mitten in der lebhaften Szenerie dabei waren auch Dieter Rabenschlag und Hanni Bethke vom Vorstand der Lüdenscheider Tafel, beide sichtlich angetan von der Atmosphäre im Saal und der Freude der Kinder.

Bei ihrer täglichen Arbeit ist die Lüdenscheider Tafel bekanntlich auch auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Und die gibt es auch. So kennt Dieter Rabenschlag etwa eine Bergstädter Familie, die bei Geburtstagsfesten regelmäßig auf Geschenke verzichtet und stattdessen Spenden für die Lüdenscheider Tafel erbittet. Erst unlängst kamen auf diese Weise bei einem Geburtstagsfest 10 000 Euro zusammen.

Wofür braucht die Tafel dieses Geld? Nicht für die zu verteilenden Lebensmittel, wie Dieter Rabenschlag weiß. Denn die sollen in der Regel ja Spenden von Geschäften und Supermärkten sein. Benötigt wird das Geld aber dringend für andere Dinge.

Die Tafel muss für ihre Räumlichkeiten an der Altenaer Straße schließlich Miete zahlen, hat ständig Spritkosten und muss mitunter auch Fahrzeuge anschaffen. So soll schon in Kürze ein neues Auto für die Lüdenscheider Tafel rollen – zum Nutzen der Bedürftigen.

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