Lüdenscheider Tafel freut sich über große Hilfe

Freude beim Team der Lüdenscheider Tafel: Die Warenkörbe und Regale sind wieder kräftig aufgefüllt worden.

LÜDENSCHEID - Gewirkt hat der Hilferuf der Lüdenscheider Tafel, die an ihren wöchentlich drei Ausgabetagen bedürftige Menschen zuletzt immer häufiger ohne Waren nach Hause schicken musste.

„Das Ergebnis des Erntedankfestes aus den Kirchengemeinden war in diesem Jahr überwältigend“, schilderte die Tafel-Vorsitzende Ursula Schwarzkopf. Zwar unterstützten einige Gemeinden das Tafel-Team aus Anlass des Erntedanks seit Jahren, doch diesmal sei das Ergebnis „großartig“ gewesen: „Wir verfügen dank der Großzügigkeit der Mitglieder aller Gemeinden jetzt wieder über einen schönen Bestand an langlebigen Lebensmitteln – ob Nudeln, Kaffee oder Konserven. Die Resonanz war einfach unglaublich, und dafür können wir uns nicht genug bedanken.“

Gleiches gelte für die Ratsmitglieder, die es im Sozialausschuss wie berichtet ohne Ausnahme beim bisherigen Mietzuschuss für die Tafel in der alten Fabrik Berg beließen. Die Stadtverwaltung hatte auch diese freiwillige Leistung um 1700 Euro kürzen wollen. Doch dagegen sprachen sich am Dienstag auch die SPD-Mitglieder im Sozialausschuss aus, von denen im Vorfeld eher Widerstand gegen den CDU-Antrag erwartet worden war.

Mit großer Freude, sagte Schwarzkopf weiter, habe die Tafel auch den Kaufpark an der Schützenstraße neu in den Kreis ihrer Lieferanten aufgenommen. Dies sei besonders wichtig, weil daraus ein nachhaltiger Nachschub zu erhoffen ist. Mit einem zweiten Großmarkt suche man noch in dieser Woche das Gespräch, über weitere Meldungen würde man sich sehr freuen.

„Einfach toll“ nannte die Tafel-Vorsitzende zudem das Engagement einzelner Bürger und Firmen. So habe eine Spedition von der Bellmerei angerufen und eine ganze Palette Granini-Fruchtsäfte angeboten, die natürlich gerne abgeholt werde. Zudem habe es aus Firmen und Vereinigungen mehrere Zusagen von Geldspenden gegeben, über die noch näher zu berichten sein wird.

Insgesamt, so bilanzierte Ursula Schwarzkopf, sei die Tafel jetzt wieder auf einem guten Weg, nachdem ihr große Lieferanten wie der Iserlohner Real-Markt zuletzt weggebrochen waren. Dafür hatte die Gründung von Tafeln für Iserlohn und Letmathe gesorgt, die nun ihrerseits die Waren bei „ihren“ Märkten abholen wollen. Umso wichtiger werde nun die Unterstützung aus Lüdenscheid.

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