SPD selbstbewusst: „Jogi Löw wäre neidisch, wenn er unsere Aufstellung sehen würde“

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In geheimer Wahl bestätigt wurden die aufgestellten Kandidaten.

Lüdenscheid – Die Küche im Willy-Brandt-Haus musste am Donnerstagabend für die Mitglieder des SPD-Stadtverbands als Wahlkabine herhalten. Dort konnten die Stimmen in geheimer Wahl für die Kandidaten der Kommunalwahl im kommenden Jahr abgegeben werden. Wie erwartet wurden alle aufgestellten Kandidaten von den 18 stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig oder zumindest mit sehr großer Mehrheit bestätigt. Ein Überraschungskandidat war dabei „Noch-Bürgermeister“ Dieter Dzewas, der in der Reserveliste der Kandidaten auftaucht (Platz 28).

„Seine Erfahrung ist Gold wert“, kommentierte der Vorsitzende Fabian Ferber dessen Entscheidung. Nicht nur für den neuen Bürgermeisterkandidaten Sebastian Wagemeyer warb der Vorsitzende in seiner Ansprache. Wichtig seien die Stimmen für den Kandidaten als auch für die Partei. Der Plan der Sozialdemokraten ist einfach und eindeutig: Mit guten Kandidaten soll an der Basis geworben werden, um die Wahlkreise für sich zu entscheiden. Ferber: „Wenn wir möglichst alle Wahlkreise holen, brauchen wir uns um die Prozente keine Gedanken zu machen“.

Die Umsetzung des Plans ist gar nicht so abwegig. Immerhin gingen bei der vergangenen Kommunalwahl 2014 ganze 20 der insgesamt 23 Wahlbezirke an die SPD. Erfreut zeigte sich Ferber auch darüber, dass der Vorstand für die nunmehr 23 Ratswahlkreise zu mehr als einem Drittel Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen hat, die unter 35 Jahre alt sind. Darüber hinaus werden die Wahlkreise zu rund 40 Prozent mit Frauen besetzt. „Sowohl der Anteil junger Kandidatinnen und Kandidaten als auch der Anteil weiblicher Kandidaturen auf unserem Vorschlag ist im Vergleich zur letzten Wahl gestiegen“. Die ernste Situation auf der Bundesebene war hingegen ein weniger erfreuliches Thema.

Deshalb solle die eigene Verantwortung nicht vergessen werden. Mit Geschlossenheit und guten Ideen, so Fabian Ferber, wolle die SPD eine Mehrheitspartei bleiben. „Mit Aufstellung der Kandidaten wird der Wahlkampf eröffnet aber noch nicht beendet sein“, blickte Ferber in die arbeitsreiche Zukunft und schob zuversichtlich nach: „Jogi Löw wäre neidisch, wenn er unsere Aufstellung sehen würde“.

Im Folgenden die 24 Wahlbezirke und die nominierten SPD-Kandidaten:

  • Wahlbezirk 1 – Altstadt, Innenstadt, Hasley: Nicole Schulte 
  • Wahlbezirk 2 – Nördliche Altstadt, Bahnhof: Michael Thielicke 
  • Wahlbezirk 3 – Tinsberg, Kluse: Steffen Kriegel 
  • Wahlbezirk 4 – Worthhagen, Vogelberg: Dirk Franke 
  • Wahlbezirk 5 – Eichholz, Horringhausen: Karin Hertes 
  • Wahlbezirk 6 – Loh, Schlittenbach: Thomas Kruber 
  • Wahlbezirk 7 – Kalve, Berliner Straße: Fabian Ferber 
  • Wahlbezirk 8 – Honsel: Lothar Hellwig (Ersatzkandidat: Jamel Hellwig) 
  • Wahlbezirk 9 – Staberg, Schützenstraße, Goseborn: Güner Cebir 
  • Wahlbezirk 10 – Wefelshohl, Höh: Gordan Dudas 
  • Wahlbezirk 11 – Ramsberg, Südstraße, Freiherr-vom-Stein-Straße: Jan Eggermann 
  • Wahlbezirk 13 – Weststraße, Kölner Straße, östl. Oeneking: Sandra Manß 
  • Wahlbezirk 14 – Oeneking, Stüttinghausen: Iris Kannenberg 
  • Wahlbezirk 15 – Grünewald, Rahmedestraße: Dominik Hass 
  • Wahlbezirk 16 – Frankenplatz, Stadtpark: Verena Szermerski-Kasperek 
  • Wahlbezirk 17 – Raithelplatz, Schumannstraße: Ramona Ullrich 
  • Wahlbezirk 18 – Buckesfeld, Oberlösenbach: Philipp Kallweit 
  • Wahlbezirk 19 – Hohe Steinert, Oberer Wehberg: Philipp Siewert 
  • Wahlbezirk 20 – Unterer Wehberg, Gevelndorf: Manuel Bunge 
  • Wahlbezirk 21 – Brügge, Mintenbeck, Neuenhof: Heide-Marie Skorupa 
  • Wahlbezirk 22 – Bierbaum, Piepersloh, Verse: Caroline Wahl 
  • Wahlbezirk 23 – Leifringhausen, Augustenthal: Jens Voß 
  • Wahlbezirk 24 – Rathmecke, Dickenberg: Leandra Moeser

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