Die Müllabfuhr in Lüdenscheid wird teurer

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Die aufwendige Sauberhaltung von Wertstoffsammelstellen ist einer der Gründe, aus denen die Abfallgebühren in Lüdenscheid steigen sollen.

Lüdenscheid - Die Gebühren für Abfallentsorgung sollen in der Kreisstadt im nächsten Jahr um 3,9 Prozent steigen.

Das sieht eine Beschlussvorlage des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL) vor, über die der Werksausschuss am Donnerstag entscheidet. 

Die Höhe der Gebühren in Lüdenscheid richtet sich nach den Kosten, die der Märkische Kreis insgesamt für Entsorgung und Verwertung trägt. Der Kreis gibt die Kosten dann im Rahmen einer Gebührenabrechnung an die kreisangehörigen Städte und Gemeinden weiter. 

Zusätzlich zu diesen Gebühren des Kreises muss die Stadt für die Sammlungs- und Transportkosten im Stadtgebiet sowie die Kosten der Transporte zu den Entsorgungs- und Verwertungsanlagen, etwa dem Müllheizkraftwerk, tragen. Außerdem erbringt der STL allgemeine Leistungen. 

Dazu zählen „insbesondere die Beseitigung auf öffentlicher Fläche abgestellter Schrottfahrzeuge, die Beseitigung unerlaubter Abfallablagerungen, die Sauberhaltung von Wertstoffsammelstellen, die Unterhaltung und Leerung der Straßenpapierkörbe sowie der Betrieb des Recyclinghofes“, heißt es in dem Papier der Verwaltung. 

Zwar hat der Märkische Kreis seine Kalkulation für die Gebühren je Tonne Abfall fürs nächste Jahr laut STL noch nicht bekannt gegeben. „Daher wird für 2020 von unveränderten Gebührensätzen wie für 2019 ausgegangen.“ 

Doch in der Kalkulation der Gesamtkosten von 7,7 Millionen Euro seien bereits „die tariflich festgelegten Personalkostensteigerungen sowie Preissteigerungen im allgemeinen Kostenbereich von 1,5 Prozent“ enthalten. 

Für das Jahr 2018 haben die Verantwortlichen eine Unterdeckung von 183.000 Euro errechnet. Die Hälfte davon soll in der Kalkulation für 2020 berücksichtigt werden. Die damit erwarteten Gebühreneinnahmen für nächstes Jahr liegen laut Beschlussvorlage immer noch um 411.000 Euro unter den umlagefähigen Kosten in Höhe von rund 10,8 Millionen Euro.

Die Sitzung des Werkausschusses findet am Donnerstag im Sitzungsraum des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebes, Am Fuhrpark 14, statt und beginnt um 17 Uhr.

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