LSG ebnet Weg für „Bergstadtstiftung“

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LSG-Oberst Friedrich-Karl Schmidt überzeugte die Mitglieder vom Sinn einer Stiftungs-Gründung. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Es war eine zukunftsweisende Entscheidung, die die rund 80 Mitglieder der Lüdenscheider Schützengesellschaft (LSG) am Abend trafen: Einstimmig ebneten sie den Weg für die Gründung der „Bergstadtstiftung Lüdenscheider Schützenhalle“ und stimmten damit der Übertragung des Gebäudes nebst Platz an die künftige Stiftung zu.

Damit trennt sich der Schützenverein zwar im 506. Jahr seines Bestehens von „seiner“ Halle, behält aber weiterhin alle Nutzungsrechte für eigene Veranstaltungen. Und, das hatte Oberst Friedrich-Karl Schmidt den Mitgliedern zuvor ausführlich erläutert, er zeichnet nicht mehr für die kostspielige Unterhaltung und Pflege verantwortlich.

„Wir trennen uns mit der Übertragung von großem Ballast und können uns dadurch in Zukunft mehr darauf konzentrieren, die Schützengesellschaft am Leben zu erhalten“, so Schmidt. „Die Stiftung bedeutet für den Verein einen unbelasteten Neuanfang, bei dem die Pflege des Brauchtums sowie des Schießsports wieder mehr in den Fokus rücken soll.“ Diese sei aufgrund der zahlreichen Investitionen in die Schützenhalle zuletzt doch reichlich zu kurz gekommen.

Damit der Verein seine „Heimstatt“ nicht ganz verliert, soll bei der Stiftungsgründung auf die Übertragung des Schießstandes verzichtet werden. Ein Aspekt, der zum einen rechtlich nicht umgesetzt hätte werden können, der es den Mitgliedern zum anderen aber auch zu jeder Zeit ermöglichen soll, auf dem Schießstand zu trainieren. Für seine Instandhaltung zeichnet also weiterhin die LSG verantwortlich, die, so betonten die Verantwortlichen, sämtliche Mitgliedsbeiträge für sich behält. Lediglich die Einnahmen aus Pacht und Vermietung der Schützenhalle fließen in das Vermögen der Stiftung.

Diese soll spätestens Anfang des Jahres gegründet werden, Gespräche mit Personen, die im Vorstand sowie Kuratorium mitarbeiten wollen, hat es, wie berichtet, schon gegeben. Am Ende dankte Schmidt allen Beteiligten und Mitgliedern und zeigte sich überzeugt davon, „dass wir eine gute Lösung gefunden haben.“ ▪ Kerstin Zacharias

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