"Es lebe der König"

Münster-Tatort: Schauspieler aus dem MK dreht mit Prahl und Liefers

+
Das Team der Schauspieler dreht in Münster den nächsten "Tatort". Mit dabei: Björn MEyer (2. von rechts).

Lüdenscheid/Münster – Frank Thiel (Axel Prahl) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) sind wieder im Einsatz. Jedenfalls fast: Seit Mitte Juni laufen die Dreharbeiten zu dem neuen Münster-Tatort „Es lebe der König!“ in Münster, Köln und Umgebung. Wieder mit dabei ist der in Lüdenscheid geborene Schauspieler Björn Meyer als Mirko Schrader, der neue Assistent von Kommissar Thiel.

Alexander Bickel, Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie beim WDR, freut sich, dass die Dreharbeiten für den Tatort aus Münster begonnen haben. „Es lebe der König!“ verspreche wieder viel Spannung und Komik und sei die erste Tatort-Produktion des WDR, die nach der corona-bedingten Pause erneut begonnen hat.

Bickel: „Aufgrund der Sicherheitsauflagen sind es ungewohnte und sicher auch erschwerte Drehbedingungen für das ganze Team. Trotzdem ist die Freude groß, wieder gemeinsam vor und hinter der Kamera zu stehen, gerade in diesem Jubiläumsjahr des Tatorts. Allen im Team sind die besonderen Umstände erst recht Ansporn, dem Publikum am Ende beste Krimi-Qualität zu liefern.“

Erst Mitte Juni gab’s mit „Der Tag wird kommen“ einen „Polizeiruf 110“ aus Rostock, in dem Björn Meyer den voyeuristischen Hausmeister gab. Auf seiner Facebook-Seite machte der Lüdenscheider Werbung dafür: „Wer brav guckt, dem winke ich.“ Bereits Mitte März nach der Schließung des Hamburger Thalia-Theaters, bei dem er arbeitet, postete er: „Es fühlt sich falsch an, obwohl es richtig ist. Lasst uns aufeinander achten und vergesst das Händewaschen nicht“. Danach nahm Meyer eine amüsante Reihe „Home Office“ auf und ist mittlerweile bei Folge neun angekommen.

Zwischendurch gibt’s Lesungen des Lüdenscheiders und eine Menge Quatsch, Klamauk und Nachdenkliches wie beispielsweise das Interview über die Arbeit des Lüdenscheider Amalie-Sieveking-Hauses.

Björn Meyer ermittelt wieder in Münster.

Björn Meyer sammelte Bühnenerfahrungen bei den CVJM-Bühnenmäusen unter der Regie seines Vaters Reinhard Meyer und stand dort seit den 1990er-Jahren in unterschiedlichen Rollen auf der Bühne. Auch am Geschwister-Scholl-Gymnasium war er als Darsteller aktiv und baute hier 2009 sein Abitur. Anschließend absolvierte der Lüdenscheider eine Schauspielausbildung an der Theaterakademie der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

In Film- und Fernsehproduktionen ist er seitdem immer wieder zu sehen. 2016 bekam er für seine Leistung in „Der Tatortreiniger“ den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen. Der Wahl-Hamburger engagiert sich ehrenamtlich für die Arbeit des CVJM in Sierra Leone. Vor fünf Jahren trat er zugunsten der Arbeit in Sierra Leone im Kulturhaus auf.

„Es lebe der König“ ist der 38. Tatort aus Münster. Hauptkulisse ist eine mittelalterliche Wasserburg. Das „Haus Lüdecke“ hat eine lange Geschichte und ist über Münsters Grenzen hinaus bekannt. Im Burggraben des alten Wasserschlosses wird eine Leiche gefunden – in Ritterrüstung. Bei dem Toten handelt es sich um den frischgebackenen Burgherrn Manfred Radtke. Ein Unfall, vielleicht steckt aber auch mehr dahinter, wie Kommissar Thiel vermutet. Denn erst vor wenigen Monaten hatte der ehemalige Kirmeskönig Radtke die altehrwürdige Burg erstanden und wollte hier mit seiner Familie künftig Mittelalterspiele veranstalten. Zentrales Motto: die blutrünstige Geschichte der Wiedertäufer zu Münster. Boerne ist entsetzt: Mit Münsters schwärzestem Kapitel macht man keine Späße! Aber die Vorbereitungen laufen schon.

„Es lebe der König!“ ist eine Produktion von filmpool fiction im Auftrag des WDR. Das Drehbuch stammt von Benjamin Hessler („Tatort – Spieglein, Spieglein“, „4 Blocks“). Regie führt Buket Alakus („Eine Braut kommt selten allein“, „Der Hodscha und die Piepenkötter“), die hier ihren ersten Tatort in Szene setzt. Die Dreharbeiten laufen noch bis Mitte Juli. Der Sendetermin steht noch nicht fest.

Die Marke Tatort feiert in diesem Jahr ihr 50. Bestehen. Die Fans dürfen bestimmen, welche Folgen sie elf Wochen lang im Sommerprogramm am Sonntagabend im Ersten sehen wollen. Noch bis zum 27. August können Tatort-Fans ihre Lieblingsfolge wählen. Der letzte Wunsch-Tatort wird am 30. August zu sehen sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare