Friederike viel harmloser als Kyrill

Die Schäden nach dem Orkan Friederike sind erheblich geringer als vor elf Jahren bei Kyrill.

Lüdenscheid -  Nach dem Orkan Kyrill 2007 „ernteten“ die Waldbesitzer notgedrungen rund 114 600 Festmeter Bruchholz aus den Wäldern. Dagegen sind die Folgen von Friederike geradezu harmlos.

„Diesmal waren es rund 1500 Festmeter“, bilanziert Lüdenscheids Revierförster Marcus Teuber. Manchmal seien es nur Einzelwürfe oder eine Handvoll Bäume gewesen, die von kräftigen Böen getroffen worden seien.

Nur an drei Stellen habe Friederike vergleichbar größere Schäden angerichtet, aber auch nur bis zu 80 Festmetern. „Bei Kyrill hatten wir bis zu 2000 Festmeter an nur einer Stelle.“

Dennoch habe man zurzeit viel Arbeit, die vereinzelten Schäden zu sichten und das Bruchholz aus zum Teil schwierigen Gelände herauszuholen. Im Hinterkopf haben die Waldbesitzer dabei auch immer den drohenden Schädlingsbefall durch die Borkenkäfer. „Wenn der Borkenkäfer erst einmal fliegt, ist das die Initialzündung für einen größeren Befall“, betont Marcus Teuber.

Nach wie vor gelte für Spaziergänger, mit allergrößter Vorsicht durch den Wald zu gehen. „Wir appellieren da an den gesunden Menschenverstand. Stellen, wo Bäume in Schieflage sind oder Äste abzubrechen drohen, sollte man meiden.“ 

Zumal auch am Montagmorgen und im Verlaufe des Tages immer wieder Böen über die Stadt rauschten, allerdings natürlich nicht vergleichbar mit denen, die Friederike vor knapp zwei Wochen mit sich brachte.

„Wo wir arbeiten, sollten die Waldbesucher selbstverständlich Abstand halten.“ Ein großes Lob verteilt Marcus Teuber an alle beteiligten Einsatzkräfte: „Die Zusammenarbeit und Abstimmung mit Feuerwehr, STL oder dem Schloss Neuenhof war sehr gut.“

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