Ärgernis in Lüdenscheid

Öffentliche Trinkgelage und Wildpinkler: Können diese Gegenmaßnahmen helfen? 

+
Geschäftsleute und Passanten stören sich zunehmend an den Zuständen an der Knapper Straße / Ecke Börsenstraße.

Lüdenscheid - Öffentliche Trinkgelage und Männer, die ihre Notdurft in der Öffentlichkeit verrichten - dagegen regt AfL-Ratsvertreter Peter Oettinghaus nun kurzfristige Maßnahmen an.

Der Aufenthalt von Obdachlosen und Trinkern auf Ruhebänken am „Knapp“ in Höhe der Einmündung Börsenstraße ist benachbarten Geschäftsleuten und Passanten zunehmend ein Dorn im Auge

AfL-Ratsherr Peter Oettinghaus mahnt in einer Stellungnahme kurzfristige Maßnahmen an. „Es ist unangenehm, wenn vor den Eingängen der Geschäfte Obdachlose Bänke belagern, Alkohol im Übermaß trinken und in der Öffentlichkeit austreten.“ 

Ein erster Vorschlag des Kommunalpolitikers: „Praxisorientiert wäre eine mobile Toilette auf der Knapper Straße und ein Aufenthaltsraum, den jemand zur Verfügung stellen könnte.“ Dafür sei eine Aufsicht nötig, so Oettinghaus. 

„In der oberen Wilhelmstraße, im Rosengarten oder an der Hochtreppe zum Rathaus gibt es schon alkoholfreie Zonen.“ Für den Ratsvertreter ist die Lage gegenüber dem Lokal „Samtkragen“ deshalb möglicherweise auch die Folge eines „Verdrängungsprozesses“. 

Im Umgang mit den Männern auf den Bänken empfiehlt Peter Oettinghaus, Berührungsängste zu überwinden und zu „versuchen, mit den Obdachlosen ins Gespräch zu kommen“. Das sei nicht immer einfach „und auch nicht immer willkommen“. 

Doch solle man sich nicht entmutigen lassen. Außerdem könnten Passanten im Bedarfsfall auf Möglichkeiten der Unterstützung hinweisen – etwa auf den Obdachlosenfreundeskreis, die Awo, das Deutsche Rote Kreuz oder die Diakonie. 

Oettinghaus weiter: „Besser lassen sollte man es, sich aufzudrängen und ein übertriebenes Helfersyndrom aufzubauen.“ Man müsse vielmehr versuchen, Kontakt zu den Betroffenen aufzubauen und das Vertrauen zu gewinnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare