Tiefgarage der Sparkasse: "Keine Verschlankung, sondern dreiste Preiserhöhung"

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Symbolbild

Lüdenscheid - Das Thema Parkgebühren in der Sparkassen-Tiefgarage an der Jockuschstraße bleibt umstritten.

Nach der Stellungnahme des Sparkassen-Pressesprechers Thomas Meermann, der Gebührenerhöhungen als „Verschlankung der Tarifstruktur“ tituliert hatte, erneuerte FDP-Ratsherr Michael Wülfrath seine Kritik. 

Anders als zunächst dargestellt, kostete bislang nach den ersten beiden Stunden Parken für 1,50 Euro jede weitere angefangene Stunde 1 Euro. Für eine Parkdauer von bis zu drei Stunden waren also 2,50 Euro zu bezahlen. 

Jetzt müssen Autofahrer nach der zweiten Stunde für jede angefangene weitere Stunde 1,50 Euro berappen. Wülfrath: „Das ist bei einer Parkdauer von drei Stunden eine Preissteigerung von 50 Prozent.“ 

Dieser Tarif gelte auch schon dann, wenn man nur zwei Stunden und eine Minute bei der Sparkasse parkt. Besonders wirke sich eine Gebührenerhöhung für die Nutzung der stadtzentralen Tiefgarage auf die Portemonnaies der Nutzer aus, die nicht Kunden bei der Sparkasse sind. 

„Der Fremdkunde“, moniert Michael Wülfrath, „zahlt für die erste Stunde schon 1,50 Euro und für jede weitere angefangene Stunde 2,50 Euro.“ 

Wer also theoretisch zwei Stunden und eine Minute im Parkhaus an der Jockuschstraße steht, muss mit einer Gebühr von 6,50 Euro rechnen. In diesem Zusammenhang fordert der FDP-Ratsherr eine „zeitscharfe Abrechnung“ im Minutentakt. 

Dies sei erstens technisch ohne weiteres möglich – und zweitens gerechter und drittens auch praktikabel, weil etwa Sparkassenkunden über ihre Scheckkarte bargeldlos bezahlen und die Gebühren später auf dem Kontoauszug auftauchen. 

Für fragwürdig hält der Ratsherr die Tariferhöhung auch, weil eine kommunale Bank, die „eng mit der Stadt verbandelt“ ist, sich nicht als Gebührentreiber betätigen dürfe, dem andere Parkplatzeigentümer als Vorbild nacheifern. 

Michael Wülfrath: „Ich bin der Meinung, dass, wenn die Deutsche Bank oder die Co-Bank solch eine Preispolitik machen würden, das Geschrei groß wäre.“ 

Die neuen Gebührensätze in der Sparkassen-Tiefgarage seien in seinen Augen „keine Verschlankung der Tarifstruktur“, so Wülfrath, „sondern eine drastische und dreiste Preiserhöhung“.

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Kommentare

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Kommentare

Mustafa
(0)(0)

Ich würde mir wünschen Herr Wülfrath würde sich für eine zeitgemäße Parkplatzbreite einsetzen. Wenn mein Auto endlich beulenfrei bleibt würde ich auch den doppelten Preis bezahlen!

contraAntwort
(0)(0)

Ich bin kein Mitarbeiter der Sparkasse. Darüberhinaus lasse ich mir auch nicht alles gefallen. In diesem Fall betrifft es mich aber nicht, da ich eher zu Fuss in die Stadt gehe und selbst wenn ich das Parkhaus nutzen würde, zahle ich als Kunde ja weiterhin den alten Preis. Erst ab der dritten Stunde würde ich mehr zahlen aber ehrlich, ich wüsste gar nicht, was ich solange in der Stadt soll.

Zudem empfinde ich dieses ganze künstliche Aufbauschen eines Ratsvertreters eher ein bisschen traurig. Er kann ja mit dem Bus in dies Stadt fahren. Problem ist nur, dass er für zwei Einzeltickets von Brügge zum Sauerfeld mehr zahlen muss, als für 3 Stunden Parken bei der Sparkasse. Das beim Vorsatz, wir wollen mehr den ÖPNV nutzen. Hier würde ich mir ein Aufschrei der Ratsvertreter wünschen. Oder zu den allgemeinen Gebührenerhöhungen dieses Jahr, oder zu allgemeinen Themen in Lüdenscheid und Deutschland (Beispiel : Straßenausbau "Zum weißen Pferd", Dieselskandal, etc.) - hierzu bleiben unsere gewählten Vertreter im Rat, Land und Bund aber gekonnt ruhig.

Da kann ich dieser lächerlichen Preisanhebung beim Parken nur müde zu lächeln.

LäuferAntwort
(0)(0)

Wuffel, vielleicht wäre es mal an der Zeit etwas Bequemlichkeit aufzugeben und sich grundsätzlich mal Gedanken zu machen wie wenig ökologisch sinnvoll Ihre gelben Säcke sind und wozu sie alles missbraucht werden.

Nicht nur Banken entwickeln sich weiter, wir Kunden können es auch.