Lüdenscheider Polizei legt schon wieder Lkw still

Alle Hände voll zu tun hat die Polizei mit Lastwagenfahrern.

LÜDENSCHEID – Unter Lastwagenfahrern scheint es fast schon üblich zu werden, mit kaputten Bremsen durch Lüdenscheid zu fahren.

Gestern jedenfalls stoppte der Verkehrsdienst der Polizei schon wieder einen gemeingefährlichen Lkw. Diesmal handelte es sich um eine Sattelzugmaschine aus dem süddeutschen Raum. Am Vortag hatten die Beamten einen russischen Autotransporter stillgelegt (die LN berichteten).

Das Fahrzeug war den Beamten laut einer Pressemitteilung aufgefallen, da sie Laufgeräusche wahrgenommen hatten, die auf einen „starken Bremsplatten“ schließen ließen. Eine genauere Kontrolle ergab, dass der Fahrzeugführer eine Druckluftleitung des Federspeichers (ähnlich Bremskraftverstärker) abgeschraubt hatte. Die Druckluftleitung knickte der Fahrer zusätzlich noch ab und band sie mit einer Schnur an anderen Druckluftleitungen fest. Zusätzlich hatte er auch noch das Bremsgestänge, das vom Federspeicher zur Bremstrommel führt, gelöst.

Der Sattelzug wurde daraufhin bei einer in Lüdenscheid ansässigen Prüforganisation auf weitere Mängel überprüft. Die Experten stellten fest, dass die Bremswirkung des Aufliegers – laut Polizei – „bei Null“ lag und auch ein weiterer Federspeicher defekt war. Der Auflieger war mit etwa 15 000 Kilogramm beladen. Die Prüfer stuften den Auflieger daraufhin als „verkehrsunsicher“ ein. Er wurde stillgelegt, das Kennzeichen entstempelt und der Fahrzeugschein eingezogen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare