Lüdenscheider CDU mit neuem Vorstandsteam

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Die Lüdenscheider CDU präsentiert sich mit vielen neuen Gesichtern im Vorstand. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Mit einem deutlich veränderten Vorstand will die Lüdenscheider CDU in ihrer Rolle als Oppositionspartei in der Bergstadt durchstarten.

Bei der Mitgliederversammlung am Samstagmittag im Roten Saal des Kulturhauses wurde die Hälfte der Posten neu besetzt. Wiedergewählt wurden mit der Zustimmung fast aller der 70 Anwesenden der Vorsitzende Ralf Schwarzkopf und Fraktionschef Oliver Fröhling als einer seiner drei Stellvertreter. Auch Ratsherr Hans Jürgen Wakup bleibt stellvertretender Vorsitzender. Neu in den geschäftsführenden Vorstand gewählt wurden Ingbritt Abramson als weitere stellvertretende Vorsitzende, Burkhard Sors als Schriftführer und Dr. Andrea Köhle als Schatzmeisterin.

Mit klaren Worten gegenüber den politischen Gegnern auf kommunaler und landespolitischer Ebene sparten Schwarzkopf und Fröhling nicht, als sie die vergangenen zwei Jahre aus der Sicht von Partei und Fraktion Revue passieren ließen. Fröhling merkte an, dass die Ampel-Kooperation im Rat viele Anträge der CDU abgelehnt, dann aber in ähnlicher Form selbst gestellt und verabschiedet habe: „Offensichtlich sind unsere Ideen nicht schlecht.“ So stehe jetzt auch eine mögliche Verselbstständigung des Kulturhauses auf der Agenda. Schwarzkopf spannte den Bogen der Kritik auch in Richtung Düsseldorf: „Diese Landesregierung schmeißt die Kohle nur so aus dem Fenster raus.“ Aber auch in Lüdenscheid „brauchen wir ein neue Politik“, meinte der CDU-Vorsitzende angesichts der Sparzwänge. Es könne nicht angehen, dass das Portmonee immer wieder aufgemacht werde, um beispielsweise Projekte wie die Gedenkzellen zu finanzieren, wenn man gleichzeitig darüber rede, tragende Säulen einer Bildungsgesellschaft wie die Städtische Galerie zu schließen.

Einig waren sich beide, dass die Doppelspitze mit Schwarzkopf als Partei- und Fröhling als Fraktionschef gut funktioniere. „Die Arbeit macht Spaß“, sagten beide. Schwarzkopf möchte die CDU als politische Kraft und als Volkspartei in der Stadt stärken: „Wir wollen Politik erlebbar machen.“ Ein Signal in diese Richtung seien sowohl der Ort als auch der Zeitpunkt der Veranstaltung gewesen, betonte er: „Am Samstagmittag mitten in der Stadt.“ Mit dem neuen Vorstandsteam, von dem er sich viel verspricht, möchte er viele neue Ideen auf den Weg bringen. Einen ersten Erfolg sieht er in der großen Beteiligung der Mitglieder an der Versammlung. Auch bei den Beisitzern wurde die Hälfte der Posten neu besetzt: Neu sind Karl-Otto Hüsken, Martin Kahler, Franz Dennis Linnarz, Björn Schöttler und Jean-Luke Thubauville, wiedergewählt wurden Susanne Mewes, René Pickard, Volker Spähr, Ernst-G. Spieckermann und Rüdiger Wilde.

Als Gäste begrüßte Schwarzkopf den heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider und den Kreisvorsitzenden der CDU, Thorsten Schick. Heider ging auf die Bundespolitik ein und betonte: „Politik ist nicht populär.“ Es habe neue Themen und neue Bewertungen gegeben, mit denen sich vielleicht nicht jeder identifizieren konnte, beispielsweise die Energiewende. Deutschland sei in Europa der „Fels in der Brandung“, „aber Mut zu unpopulären Entscheidungen werden wir brauchen.“ ▪ gör

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