Das war's

Der satirische Wochenrückblick

Stephan Masloff

Lüdenscheid - "Das war's: Der satirische Wochenrückblick" ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Printausgabe der Lüdenscheider Nachrichten. Mit spitzer Feder wird ein Blick auf die zurückliegende Woche geworfen. Dabei werden nicht immer nur die Geschehnisse in der Bergstadt betrachtet, mitunter werden auch Besonderheiten jenseits des Tellerrandes gewürdigt. 

Samstag, 30. Mai: „Schlafen in Turnhallen möglich“ vermelden die LN. In diversen Klassenräumen klappt das ja schon längst viel besser als erwünscht. Sonntag, 31. Mai: Dringend notwenig, so heißt es bei einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung, sei die Einführung des kommunalen Wahlrechts für Nicht-EU-Bürger, die in der Stadt leben. Die Damen und Herren Migranten dokumentieren ihr Interesse an diesem Thema durch nahezu hundertprozentige Nicht-Anwesenheit. Wenden wir uns also lieber noch wichtigeren Themen zu.

Montag, 1. Juni:  Die Pfötchenhilfe Lüdenscheid unterstützt bedürftige Lüdenscheider, damit diese auch in finanzieller Not ihren Hund oder ihre Katze nicht abgeben müssen. Zurzeit sind das 150 Personen mit etwa 500 Tieren. Bei aller Hochachtung vor der Arbeit der Pfötchenhilfe: Müssen durchschnittlich mehr als drei Vierbeiner pro Haushalt wirklich sein, wenn man kein Geld hat?

Dienstag, 2. Juni: Wenn in Altena Schützenfest ist, dann verkauft der einzige in der Fußgängerzone ansässige Metzger am Mittwoch noch bis Mittag. Dann ist Schicht im Schacht und der Herr geht samt Belegschaft bis Sonntag erst mal intensiv feiern. Davon muss er sich dann erholen. Nächster Öffnungstag ist also eine Woche später donnerstags. Wenn in Lüdenscheid Schützenfest ist... Ach, lassen wir das besser.

Mittwoch, 3. Juni: Nun wird er also doch noch abgesegnet werden, der Bebauungsplan „Neuenhofer Straße“. Die FDP hatte zuletzt ja bekanntlich aus purer Schusseligkeit für dessen Ablehnung gesorgt. Jetzt lässt sie ihn einfach noch mal auf die Tagesordnung des Planungsausschusses setzen. Der Herr Graf und seine Gemahlin auf Schloss Neuenhof werden die Kunde mit Freude vernehmen und sich zum Wohle der Allgemeinheit und völlig selbstlos auch weiterhin gern von der einen oder anderen ihrer Latifundien trennen.

Donnerstag, 4. Juni: Eine 27-jährige Lüdenscheiderin fährt mit ihrem VW Lupo das Sauerfeld hinauf. Der Fahrer eines Linienbusses rechts von ihr zieht gnadenlos nach links herüber, ohne auch nur zu blinken. Dabei touchiert er das Auto der jungen Dame und fährt einfach weiter. So jedenfalls lautet die Aussage der 27-Jährigen. Was soll ich sagen: Ich glaube ihr. Aus mehrfach gemachter eigener Erfahrung.

Freitag, 5. Juni: Erzieherinnen haben’s auch nicht leicht. Jetzt sollen sie in einem Seminar „mehr als 40 Gebärden“ erlernen, um besser mit Babys kommunizieren zu können. Erstens: Werden jetzt etwa schon Kleinkinder, die noch kein Wort sprechen können, in die Kita abgeschoben? Und zweitens: Im Zweifelsfall reicht eine einzige Geste – der ausgestreckte Mittelfinger von Tara-Cheyenne und Chiquita-Sue. Und der sagt: Lass mich bloß in Ruhe mit diesem Quatsch, woll!?

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