Lüdenscheider nach Messer-Attacke vor Gericht

Lüdenscheid - Wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung steht ab Mittwoch ein 36-jähriger Lüdenscheider vor dem Dortmunder Landgericht. Dem Mann droht im Falle einer Verurteilung eine langjährige Freiheitsstrafe.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der vorbestrafte Mann im April in einer Shisha-Bar nahe dem Dortmunder Hauptbahnhof mit einem Kellner zusammengeraten. Offenbar ging es um eine unbeglichene Getränkerechnung. Bei dem Streit unterlag der Angeklagte aber und fuhr mit blutiger Nase zurück nach Lüdenscheid.

Am 5. Mai tauchte der Angeklagte – er hat marokkanische Wurzeln – wieder in der Bar auf und stach nach Überzeugung der Anklagebehörde plötzlich mit einem Messer auf seinen früheren Kontrahenten ein. Dabei traf er ihn an mehreren Stellen im Gesicht und fügte ihm eine lange Schnittwunde vom Ohrläppchen bis zum Kehlkopf zu. Das Opfer musste operiert werden, schwebte aber nicht in Lebensgefahr.

Zwei Tage nach dem Angriff in der BVB-Stadt griff eine Dortmunder Polizei-Einheit in der Lüdenscheider Innenstadt zu und nahm den Gesuchten vorläufig fest. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess. Verteidigt wird er von dem Lüdenscheider Rechtsanwalt Dirk Löber.

Der Prozess vor dem Schwurgericht des Landgerichts Dortmund beginnt am Mittwoch um 9 Uhr im Saal 130.

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