Die Musik schweißt Familie Waimann zusammen

Waimanns entwickeln gemeinsam Musik für besondere Anlässe.

LÜDENSCHEID - Die Liebe zur Musik liegt ihnen im Blut. Zumindest ist die Geschichte der Familie Waimann eine Geschichte der Musik. Seit einigen Generationen ist das gemeinsame Musizieren ein wichtiger, traditioneller Bestandteil des Miteinanders.

Wenn die Familie zusammenkommt, um in die Welt der Klänge einzutauchen, scheint die Zeit stillzustehen. Oma Edda spielt Geige, tanzt und rezitiert, Opa Ulrich spielt Gitarre und Laute, Vater Burkhard beherrscht Klarinette und Klavier, Mutter Ulrike die Flöten, und die vier Töchter entwickeln sich an den Streichinstrumenten.

Ulrich Waimanns Oma kam einmal wöchentlich und unterrichtete ihn, erinnert sich der Senior. Es formierten sich Duos und Trios mit Geschwistern, Eltern und Großeltern, die vielerlei Stücke miteinander einübten. Das ist bis heute so. „Ich hätte mich zwar über ein heimisches Bläserensemble gefreut, aber das gemeinsame Musizieren mit Blas- und Streichinstrumenten ist mindestens ebenso schön“, erzählt Apotheker Burkhard Waimann. Vererbte Streichinstrumente sind im Familienbestand vorhanden. „Meine Großcousine spielt Cello. Das hat mich so fasziniert, dass ich ebenfalls Cello lernen wollte“, erinnert sich Nadine Waimann, die beim aktuellen Regionalwettbewerb von Jugend musiziert einen ersten Platz belegte (wir berichteten). Eine andere Großcousine spielt Geige und wurde zu einer wichtigen Impulsgeberin für Waimann-Tochter Sofie, die nun ebenfalls Geige erlernt. Sofie inspirierte ihre Schwester Yvonne zum Geigenspiel. Dass Yvonnes Zwillingsschwester Julia sich für Bratsche entschied, ist vor allem Familien-Musikfreizeiten geschuldet, an dem die Waimanns traditionell in den Herbstferien teilnehmen.

„Eigentlich habe ich begonnen, Klavier zu spielen. Ich wollte meine Geschwister begleiten können. Aber bei den Freizeiten gibt es immer so viele Klavierspieler, dass ich auf Percussions ausweichen musste“, sagt Julia. Das gefiel ihr nicht: „So habe ich dann angefangen, Bratsche zu spielen. Da kann man nämlich immer mitspielen, egal wie viele Violas es gibt“.

Die Großeltern mütterlicherseits, Brunhilde und Dietmar Fuchs, entstammen ebenfalls musikalischen Familien. Alle Waimann-Kinder genossen eine musikalische Früherziehung im Kindergarten und wechselten im Grundschulalter zur städtischen Musikschule. „Niemand von uns wurde gezwungen, ein Instrument lernen, aber wir sind sehr gefördert worden“, sagt Sofie. Vor allem projektbezogenes Spiel ruft die Familie auf den Plan: Gemeinsam erarbeiten sie Stücke für Geburtstage, zu Weihnachten und anderen Anlässen.

„Es gibt viele Gelegenheiten, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen“, sagt Sofie. Es macht ihnen nicht nur Spaß, es schweißt auch die Familie zusammen – bis heute.

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