"Jugend musiziert": Entscheidung in Fürth

Tobias Zorn tritt am Dienstag beim Bundeswettbewerb in Fürth an.

LÜDENSCHEID - Für zwei junge Musiker aus der Bergstadt wird’s ernst: Heute beginnt in den drei Städten Erlangen, Fürth und Nürnberg der 50. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Unter den 2400 Kindern und Jugendlichen, die von heute an bis 23. Mai aus allen Teilen Deutschlands und 30 deutschen Schulen im Ausland anreisen, sind die beiden Lüdenscheider Tobias Zorn und Sarah Zajusch.

Sarah Zajusch spielte vor wenigen Tagen in Werdohl. - Foto: Kanbach

Zum 19. Mal ist Erlangen, zusammen mit Nürnberg und Fürth Gastgeberstadt für Deutschlands beste Nachwuchsmusikerinnen und -musiker. Die drei Städte teilen sich die Gastgeberschaft, damit die jungen Musiktalente in den Genuss der besten Veranstaltungsstätten kommen. Die beiden jungen Lüdenscheider haben noch ein wenig länger Zeit, sich vorzubereiten, als ihre Mitspieler. Sarah Zajusch wird am Pfingstmontag ab 10 Uhr im Pfarrzentrum St. Heinrich in Fürth auftreten, Tobias Zorn am Dienstag nach Pfingsten morgens um neun im kleinen Saal der Stadthalle in Fürth. An mehr als 20 Orten im jeweiligen Stadtgebiet wird über die Pfingsttage geübt, gewetteifert, konzertiert, um schließlich in vier öffentlichen Preisträgerkonzerten die Ergebnisse vorzustellen: Drei Konzerte werden in der Heinrich-Lades-Halle in Erlangen stattfinden, eines im Stadttheater Fürth.

Einer der Höhepunkte des 50. Wettbewerb „Jugend musiziert“ ist für Erlangen am Samstag in der Meistersingerhalle ein Konzert mit ehemaligen „Jugend musiziert“-Preisträgern, die heute weltweit gefragte Musiker sind. Zu hören sind Tabea Zimmermann, Antje Weithaas, Gustav Rivinius und Igor Levit. Das Münchner Rundfunkorchester spielt unter der Leitung von Christoph Poppen. Auf dem Programm stehen die Haffner-Sinfonie und die „Sinfonia concertante“ von W. A. Mozart und das Tripelkonzert von L. v. Beethoven .

Tobias Zorn landete Mitte März mit 23 Punkten beim Landeswettbewerb zu „Jugend musiziert“ auf dem 1. Platz und wurde weitergeleitet. Zuvor hatte er im Bürgerforum seine Kunst auf dem Marimbaphon öffentlich vorgestellt, ein Instrument, das bei „Jugend musiziert“ unter „Mallets“ geführt wird.

Mit vier weiteren jungen Zupfmusikern aus NRW wurde auch Sarah Zajusch bei ihrem Vorspiel in Bonn-Beuel im Quintett von einer Jury bewertet. Das Quintett erreichte die Höchstpunktzahl 25 und somit ebenfalls eine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb.

In der Jury für Mallets sitzen unter dem Vorsitz von Professor Dieter Kreidler aus Remscheid auch Prof. Andreas Boettger, Hannover, Uwe Eichele aus Wangen sowie die Professorin Prof. Sanja Fister, Berlin. Unter dem Vorsitz Gabriel Zinkes aus Cottbus wird das Spiel von Sarah Zajusch durch Annika Hinsche, Düsseldorf, Prof. Hans-Michael Koch, Hannover, und Prof. Matthias Seidel, Salzburg-Aigen bewertet.

Bereits 2012 nahm Tobias Zorn gemeinsam mit Johannes Langs und Christopher Abel in der Altersgruppe IV als Schlagzeug-Ensemble am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil. - rudi

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