750 Jahre Lüdenscheid

"Pop und Pille" in den Museen

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Ein Wohnzimmer aus den 60er-Jahren wurde in den Museen nachgebaut.

Lüdenscheid - Vier Standbeine haben die Ausstellung „Pop und Pille“, die die Museen der Stadt zum Stadtjubiläum beisteuern, möglich gemacht. Zum einen sei die Realisierung einer solchen Ausstellung, so Museumsleiter Dr. Eckhard Trox, nicht möglich ohne die Unterstützung der Sparkasse Lüdenscheid, zum anderen habe der Verein für die Geschichte Preußens um Klaus Crummenerl sehr geholfen.

Das dritte Standbein sei das Buch „Die besten Tage unseres Lebens“ von Dr. Dietmar Simon und Mike Nürenberg. Darauf habe man sich gestützt. „Doch ein Buch ist keine Ausstellung“, so Trox mit Blick auf die Eröffnung am Sonntag ab 11.30 Uhr in den Museen, „deshalb danke ich der Kuratorin Ursula Delhougne. 

Sie hat die Interviews geführt und hat die Inszenierung übernommen.“ „Pop und Pille“ zeigt ab Sonntag und bis zum 27. Januar mehrere Schwerpunkte. Den größten Raum nimmt die Jugendbewegung ein, insbesondere die Musik der ‘68-er.

So finden sich neben Plakaten jener Zeit in den Ausstellungsräumen ein Nachbau des legendären „Studio 19“ , aber auch viele Radios und Fernsehgeräte jener Zeit. Prunkstück ist der „Komet“ der Firma Kuba-Imperial, die bis 1972 Geräte für die Unterhaltungselektronik herstellte.

Die Kombinationstruhe „Komet“ vereinte in einem Gehäuse Fernsehgerät, Radio, Plattenspieler und Lautsprecher. Ein Stückchen nachgebaute Berliner Mauer mit Fotos eines amerikanischen Soldaten, die noch nie öffentlich gezeigt wurden, das klassische Zwei-Mann-Zelt, weil Reisen plötzlich wieder möglich war, die Lüdenscheider APO, die typische Enge der 60er-Jahre-Küche, das Kiffer-Eckchen, Che-Guevara-Plakate – viele Exponate stammen aus dem Besitz der Märker, andere hat Ursula Delhougne aus dem Dortmunder Schulmuseum herbei geschafft.

„Home hat gezeigt, dass Lüdenscheider Themen auf großes Interesse stoßen“, hofft Trox auf viele Besucher. Die Vernissage am Sonntag beginnt um 11.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Für musikalische Unterhaltung sorgen die „Zwillinge“ Gerd und Richard Bracht.

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