Februar: Klemens Dopatka

LÜDENSCHEID ▪ Er ist einer von denen, die richtig zupacken können – ’mal abgesehen von seinem knochenharten Händedruck. Brandamtsrat Klemens Dopatka (47), stellvertretender Dienststellenleiter der Feuer- und Rettungswache und dort auch Technischer Leiter, hat früh gelernt, was harte Arbeit ist.

Wie jeder Berufsfeuerwehrmann hat der gebürtige Herscheider vorher ein ordentliches Handwerk gelernt: zunächst Landwirt. Doch ein Dasein als Bauer bot dauerhaft keine ausreichende Sicherheit. „Da habe ich noch eine Ausbildung absolviert: Modellbauer.“ Und im April 1988 trat Klemens Dopatka in den Dienst der Lüdenscheider Feuerwehr ein – und arbeitete sich hoch.

Die Begeisterung für seinen Traumberuf – „Polizist wäre auch nicht schlecht gewesen“ – drückt sich auch in seinem Einfallsreichtum aus. So verbringt Dopatka einen kleinen Teil seiner Dienstzeit im Internet mit der Versteigerung von ausgedienten Ausrüstungsgegenständen und Fahrzeugen jenseits der 200 000-Kilometer-Marke. Heute beispielsweise endet die Auktion, bei der der alte Babynotarztwagen unter den Hammer kommt. Dopatka: „Das wird ganz interessant.“ Der Erlös aus dem Verkauf fließt in die Stadtkasse. In den vergangenen Jahren hat der gelernte Landwirt unter anderem Funkgeräte, alte Bohnermaschinen und sogar ganze Holztore meistbietend versteigert. Ein Engagement, das ihn in den Augen der LN-Redaktion zum „Lüdenscheider des Monats“ gemacht hat.

Wenn der vierschrötige Feuerwehrmann nicht gerade Material organisiert oder verhökert oder die Technik für die Retter verwaltet und in Schuss hält, dann steigt er mit seiner Lebensgefährtin gerne aufs Motorrad. Mit einer BMW 1200 GS, in Fachkreisen als „Gummikuh“ bekannt, blubbert er zusammen mit Motorrad-Freunden in Richtung Dolomiten und entflieht dem meist stressigen Alltag auf der Feuer- und Rettungswache.

Da wäre eine Belohnung für diesen Lüdenscheider des Monats leicht zu finden. Zum Beispiel Tickets für den Besuch einer Motorradausstellung oder eine Dia-Schau über die Dolomiten. Aber Klemens Dopatka, der „am liebsten gar nicht“ ins Licht der Öffentlichkeit tritt, zögert keine Sekunde. „Ich nehme nichts an.“

Olaf Moos

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