Die Bilanz der Meteorologischen Station am Staberg

Lüdenscheider März brachte einen neuen Wärmerekord

Eis
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Der 31. März mit seiner Rekordtemperatur von 24.3 Grade lud zum Eis-Essen geradezu ein.

Der März 2021 zeigte sich in Lüdenscheid von seiner warmen und sonnigen Seite - und es wurde ein neuer Wärmerekord gemessen. Das geht aus der Bilanz der Meteorologischen Station Lüdenscheid am Staberg hervor.

Lüdenscheid – Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 5,0 Grad Celsius war es um 1,7 Grad wärmer als das langjährige Mittel (3,3 Grad).

Zum Vergleich: Der März 2017 war mit 7,6 Grad zusammen mit dem März 2014 der wärmste März seit Beginn unserer Statistik. Der März im Jahr 2013 war mit einer durchschnittlichen Temperatur von 0,0 Grad der kälteste seit 1958.

Die Temperatur-Messstelle liegt auf einer Höhe von 444 Metern auf dem Schulhof des Zeppelin-Gymnasiums.

Die Temperaturen waren sehr unterschiedlich. Mit 3,7 Grad und 2,6 Grad waren die erste Dekade und die zweite Dekade eher im normalen Bereich. Dann wurde es mit durchschnittlich 8,5 Grad in der dritten Dekade richtig frühlingshaft warm.

Mit 24,3 Grad gab es am 31. März eine neue Höchsttemperatur für den Monat März. Die höchste in einem März gemessene Temperatur lag in Lüdenscheid bisher bei 22,1 Grad (9. März 2014).

Am 20. März als kältestem Tag sank das Thermometer in den frühen Morgenstunden bis auf minus 3,3 Grad ab. Die absolut tiefste Temperatur für einen März in Lüdenscheid von minus 13,0 Grad (6. März 1971) wurde damit sehr deutlich verfehlt. Diese Temperaturen spiegeln sich auch in der Zahl der Frost- und Eistage wider: Mit insgesamt acht Frosttagen (Minimum mindestens 0 Grad) und keinen Eistagen (höchstens 0 Grad) wurde das langjährige Mittel von 13 Frosttagen beziehungsweise zwei Eistagen deutlich unterschritten.

Die Sonne schien insgesamt 153,7 Stunden im März auf die Messgeräte auf dem Dach des Zeppelin-Gymnasiums. In den Jahren 2011 und 2014 gab es mit 226,2 beziehungsweise 198,9 Stunden in einem März den meisten Sonnenschein. Diese 153,7 Stunden entsprechen durchschnittlich 5,0 Stunden Sonnenschein pro Tag. Somit wurde das langjährige Mittel von 103,8 Stunden sehr deutlich übertroffen (148 Prozent).

Am 30. März schien die Sonne mit 12,3 Stunden am längsten. Insgesamt gab es acht Tage mit mehr als 10,0 Stunden Sonnenschein. An nur vier Tagen ließ sich die Sonne nicht über Lüdenscheid blicken.

Der Niederschlag lag mit 98,8 Litern pro Quadratmeter geringfügig unter dem langjährigen Mittel von 102,0 Litern (97 Prozent). Hier hält der März aus dem Jahr 1906 mit 236,4 Litern Niederschlag den Rekord vor dem März 1988 mit 216,0 Litern und dem März 1905 mit 207,9 Litern.

Der Niederschlag verteilte sich auf 19 Tage (langjähriges Mittel 19,9 Tage). Davon gab es 17 Tage mit mehr als 1,0 Litern pro Quadratmeter (15,0 Tage) und zwei Tage mit mehr als 10,0 Litern (3,1 Tage).

Nennenswerten Schneefall gab es nicht. Am 13. März fiel mit 14,6 Litern pro Quadratmeter die größte Menge des Monats auf Lüdenscheid. Dieses Tagesmaximum liegt für einen Lüdenscheider März im niedrigen Bereich. Die höchste gemessene Niederschlagsmenge wurde am 9. März 1981 mit 49,1 Litern registriert. Eine geschlossene Schneedecke war nicht zu verzeichnen. Durchschnittlich gibt es im März sonst neun Tage mit einer Schneedecke.

Der Grad der Bewölkung lag mit 5,5/8 etwas unter dem langjährigen Mittel (5,8/8).

Der Wind wehte etwas schwächer als üblich über den Staberg und kam überwiegend aus den Richtungen Südwest (30 Prozent), West (23 Prozent), Nord (11 Prozent) und Nordost (9 Prozent). Die anderen Richtungen waren nur mit je maximal 8 Prozent vertreten. An vier Tagen erreichte der Wind mindestens Sturmstärke (mindestens 8 Beaufort). Im langjährigen Durchschnitt gibt es sonst sechs Sturmtage. Am stärksten wehte der Wind mit 114 km/h (11 Beaufort) am 11. März.

Nebel gab es an einem Tag – Gewitter keine. Im langjährigen Mittel gab es 9,3 Nebeltage und 1,2 Tage mit Gewitter. MSL

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