Krach in der Partei: Ratsherren verlassen Die Linke

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Symbolbild

Lüdenscheid - Ein Jahr vor den nächsten Kommunalwahlen hat es in der Partei Die Linke mächtig gekracht.

Die beiden Ratsvertreter der Linken, Michael Thomas-Lienkämper und Yasin Kut, haben – für Außenstehende überraschend – ihren sofortigen Austritt aus der Partei erklärt und bilden nun unter dem Namen „Linke Liste Lüdenscheid“ (LLL) eine Fraktion im Stadtrat und seinen Gremien. 

Das gab der städtische Fachbereichsleiter für Planen und Bauen, Martin Bärwolf, gestern Abend öffentlich in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses bekannt. 

In einer zuvor verschickten Mail an die Fraktionschefs der anderen Ratsparteien schreibt Thomas-Lienkämper unter anderem über „lang anhaltende, zum Teil sehr heftige Konflikte mit dem Vorstand des Stadtverbandes Lüdenscheid im zwischenmenschlichen Bereich“. Über konkrete Vorkommnisse zwischen Fraktion und Stadtverbandsvorstand der Linken wollte der Fraktionschef sich gegenüber unserer Redaktion nicht äußern, „um keine Schlammschlacht zu provozieren“, wie er sagt. 

In einem Schreiben an Bürgermeister Dieter Dzewas kündigen die beiden Mitglieder der neuen LLL-Fraktion an, an ihrer inhaltlichen politischen Arbeit und Ausrichtung werde sich „nichts ändern. Wir bleiben links“. 

Offenbar schwelt der Streit zwischen Fraktion und Parteivorstand der Linken schon seit mehreren Jahren, „im Grunde schon seit Beginn der laufenden Legislaturperiode“, sagt Michael Thomas-Lienkämper. „Es war zum Schluss einfach nur unerträglich.“ 

Namen nennt der Ratsherr im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen nicht. Parteiintern gelten die beiden Sprecher des Stadtverbandes, Josef „Jupp“ Filippek und Otto Ersching, nach Informationen unserer Redaktion allerdings als erklärte Widersacher der beiden nun parteilosen Ratsvertreter.

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