Wer wird die neue Wollmaus?

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Die Wollmäuse sind auf der Suche nach Verstärkung.

Lüdenscheid – Die Wollmäuse, das Handpuppentheater in der Integrativen Kulturwerkstatt Alte Schule, sind stark unterbesetzt. „Da eine Teilnehmerin abgesprungen ist, verfügt die Truppe nur noch über zwei Puppenspielerinnen – und das ist definitiv zu wenig für unsere Stücke, die mindestens drei Spieler und natürlich auch noch Ersatz erfordern, falls mal jemand krank wird oder keine Zeit hat“, sagt Thomas Wewers, Leiter der Integrativen Kulturwerkstatt Alte Schule.

Kurzerhand inszenierte Wewers ein Casting für Menschen, die gerne mit Puppen arbeiten möchten, in gewissem Umfang schauspielerische Ambitionen haben und mit anderen kreativen Menschen zusammenarbeiten möchten.

„Voraussetzung, um bei den Wollmäusen mitmachen zu können, ist zunächst einmal, dass man Spaß daran hat, vor und hinter der Bühne aufzutreten“, läutete Thomas Wewers den Casting-Abend ein: „Denn wir agieren nicht nur hinter der Bühne als Puppenspieler, sondern manchmal auch vor der Bühne als Schauspieler.“

Darüber hinaus könnten die Freude am Spiel sowie am Erfinden von Geschichten und natürlich der Reiz, mit Puppen kreativ umgehen zu können, weitere Motive sein, um mitzumachen. Derzeit sind die Wollmäuse, wenn sie mindestens drei Puppenspieler zur Verfügung haben, mit dem Stück „Das Dschungelbuch“ unterwegs.

Für die potenziellen neuen Wollmäuse Susanne Wagemeyer, Felix Bejer und Viola Wiedemuth, Thomas Wewers, den alteingesessenen Puppenspielern und dem neuen FSJler der Integrativen Kulturwerkstatt Alte Schule, Vincent Pauls, standen im Theaterraum erst einmal einige Übungen auf dem Programm, die darstellerische, aber auch sprachliche Fertigkeiten fördern können.

Ein kurzes Nicken, eine freundliche Begrüßung – wahllos bewegten sich die Teilnehmer im Raum und agierten auf unterschiedliche Weise miteinander. Auch ein sprachliches Assoziationsspiel gehörte dazu, bei dem Begriffe gefunden werden mussten, die zueinander passen. Diese spielerischen Übungen sorgten für viel Spaß bei allen Teilnehmern. Danach ging dann die gesamte Truppe in die erste Etage, um dort die Puppen und ihr „Zuhause“, das Puppentheater, kennenzulernen.

Erste Textpassagen der aktuellen Produktion „Das Dschungelbuch“ wurden gesichtet. „Unsere Puppen wurden alle von Petra Kara von Hand angefertigt“, erklärte Wewers. Liebevoll gestrickt haben sie ganz individuelle Merkmale und Eigenschaften. Bedenken einiger Teilnehmer, dass man sich den Text nicht immer merken könne, erteilte Thomas Wewers eine Absage – improvisieren laute hier die Devise, denn das Publikum wisse ja nicht, wie der korrekte Text aussehe.

„Eigentlich sind für unser Puppentheater sechs Personen die Idealbesetzung, damit wir mit zwei vollständigen Besetzungen über Ersatz verfügen, wenn mal Leute fehlen“, hofft Wewers nun auf weitere Teilnehmer. Aus diesem Grund lädt der Leiter der Integrativen Kulturwerkstatt Alte Schule zu noch einem Casting ein: am Montag, 1. Oktober, ab 18 Uhr. Dann hat jeder, der interessiert ist, noch einmal die Möglichkeit, in der Alten Schule, Altenaer Straße 207, unangemeldet vorbeizuschauen und in die magische Welt der Handpuppen einzutauchen.

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