Immobilien-Angebote im Netz

Lüdenscheider Kirchen stehen zum Verkauf - Nutzung als Moschee ausgeschlossen

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Die Kirche St. Hedwig in Gevelndorf soll veräußert werden. 

Lüdenscheid – Die Pfarrei St. Medardus will zwei ihrer Gotteshäuser nebst Nebengebäuden und eine Kita in Lüdenscheid verkaufen. Derzeit werden sie auf dem Immobilienportal des Bistums Essen angeboten.

Preise sind auf dem Portal nicht genannt. Alle drei Objekte sollen im sogenannten Angebotsverfahren veräußert werden. Das läuft bereits seit dem 1. Mai und endet am 31. Oktober 2019. Interessenten müssen dabei neben dem Kaufpreis auch ein Nutzungskonzept vorlegen. 

Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat von St. Medardus, aber auch das Bistum müssen der Nachnutzung zustimmen. Die Veräußerung von Liegenschaften ist Teil des vom Bistum angestoßenen Strukturprozesses, der bis 2030 abgeschlossen sein soll. 

In den Ausschreibungen nennt die Pfarrei Bedingungen für potenzielle Käufer. Die neue Nutzung müssemit der ehemaligen Nutzung als Sakralbau vereinbar sein

Wörtlich heißt es: „Grundsätzlich werden Nutzungen wie Vergnügungsstätten wie z. B. Nachtlokale, Bordelle, Spielhallen etc. sowieNutzungen durch nicht christliche Religionsgemeinschaften ausgeschlossen.“ Damit wäre auch eine Nutzung der Kirche durch islamische Gemeinden zum Beispiel als Moschee ausgeschlossen.

Das sind die angebotenen Objekte 

Kirche St. Petrus und Paulus: Das rund 6.000 Quadratmeter große Grundstück an der Honseler Straße ist mit drei separat errichteten, aber aneinander gebauten Gebäuden bebaut.„Zentriert auf dem Grundstück präsentiert sich die denkmalgeschützte ehemalige Kirche St. Petrus und Paulus“, heißt es in der Objektbeschreibung. 

Die Kirche St. Petrus und Paulus am Honsel wird im Internet zum Verkauf angeboten. 

Nach Norden schließen sich die Sakristei und das Pfarrhaus, im Süden das Gemeindehaus mit Einliegerwohnung an. Der nördliche Grundstücksbereich ist unbebaut und wird teilweise als Stellplatz genutzt. Das Kirchengebäude ist noch nicht entwidmet (profaniert).

Bereits 2016 wollte die Pfarrei St. Medardus die Kirche verkaufen. Das scheiterte. 

Kirche St. Hedwig: Laut Bistums-Homepage beabsichtigt die Pfarrei St. Merdardus zudem das 1.356 Quadratmeter große Grundstück St. Hedwig an der Karlshöhe sowie die darauf befindlichen Gebäude zu veräußern. 

Bauwerke sind die Kirche St. Hedwig mit einem im Erdgeschoss integrierten Gemeindezentrum sowie ein vermietetes eingeschossiges Wohnhaus. Das Kirchengebäude und das Wohnhaus stehen nicht unter Denkmalschutz. Das Kirchengebäude ist ebenfalls noch nicht entweiht. 

Kita St. Hedwig: Auch Grundstück und Gebäude der Kindertagesstätte St. Hedwig am Hüttenberg werden angeboten. Das Gebäude war 1975 in ortsüblicher massiver Bauweise errichtet worden. Es ist mit zwei Nutzungseinheiten ausgestattet. Die Kita befand sich im Wesentlichen im Erdgeschoss. Die Gemeinderäume befinden sich im Unter- beziehungsweise Kellergeschoss. 

Die Kita St. Hedwig wird wegen eines Wasserschadens derzeit nicht genutzt. 

Die Gevelndorfer Kita wird seit Sommer 2018 nicht mehr vom katholischen Kita-Zweckverband betrieben, Träger ist nun das SOS Kinderdorf. 2018 mussten die Kinder wegen eines Wasserschadens ausziehen. 

Erst im März war dann bekannt geworden, dass das Gebäude ein „wirtschaftlicher Totalschaden“ sei, wie Hans-Joachim Waibel vom Kirchenvorstand der Pfarrei St. Medardus gegenüber unserer Zeitung geäußert hatte. Die Zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt hatte zuvor ermitteln lassen, dass eine Sanierung 1,8 Millionen Euro kosten würde. 

Hier geht es zu den Objektbeschreibungen im Internet

Ein möglicher neuer Eigentümer wird das Gebäudedaher wohl abreißen und neu bauen müssen: Voraussetzung für den Verkauf ist laut Bistums-Homepage nämlich, dass der Kita-Betrieb am Standort „wieder fortgeführt“ wird.

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