Theaterproduktion „Die wilden Hühner“ geht in die Endrunde

Lili Voth in einer der Hauptrollen als „Melli“. Noch sieben Proben gibt’s bis zur Premiere am 27. April.

LÜDENSCHEID - „Es tut mir um jeden leid, der nicht dabei sein konnte“, sagt Thomas Wewers, Regisseur und Initiator der Theaterproduktion „Die wilden Hühner geben Fuchsalarm“ in der Integrativen Kulturwerkstatt Alte Schule: „Wir haben so viele tolle Kinder erlebt. Deshalb haben wir noch Minirollen für Schülerinnen dazu geschrieben und diese allen angeboten.“

Am Samstag, 27. April, hebt sich der Premieren-Vorhang für die Produktion. Dann liegen intensive Probenphasen hinter dem Konzept integrativer Theaterarbeit (KiT). Seit Herbst 2012 laufen regelmäßig jeden Montag die Proben für das Theaterprojekt, das in Kooperation mit dem Johannes-Busch-Haus, dem Jugendkulturbüro und KiT stattfindet. Gefördert wird die Produktion von der Aktion Mensch im Rahmen des Förderprogramms „Miteinander gestalten“.

Mehr als 30 Kinder und Jugendliche hatten sich im Vorfeld beworben, um in diesem Stück mitzuspielen. Im Sommer 2012 gab’s deshalb zwei Castings. Mit dem Funke-Stück begibt sich das KiT auch auf neues Terrain: Sind die bisherigen Kinderstücke und auch die Stücke für Erwachsenen mit Hilfe des Improvisationstheaters entstanden, mussten die Darsteller nun Text büffeln. „Und das neben der Schule“, so Co-Regisseurin Clara Edel, „die Kinder haben meinen allergrößten Respekt. Das ist nicht von Pappe.“

Es gab allerdings einen differenzierten Probenplan, sodass nicht immer alle bei den Proben anwesend sein mussten. „Trotzdem ist die Gruppe toll zusammengewachsen“, so Anna Renner, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur in der Alten Schule absolviert und der Regie tatkräftig zur Seite steht, Aufwärmübungen vorbereitete, das Plakat gestaltete und die Requisiten mit Clara Edel zusammenhielt. Mit dem Bühnenbild hielten sich die Akteure allerdings etwas zurück. „Wir wollen die Fantasie und die Vorstellungskraft anregen“, so Edel. Allerdings gibt es ein prägnantes Requisit: den Wohnwagen der wilden Hühner. Dieser ist von der Schülerfirma der Erich-Kästner-Schule gebaut worden und spielt in dem Stück eine zentrale Rolle.

Und darum geht´s: Die Mädchenclique „Die Wilden Hühner“ muss ihre Bandenmaskottchen, die Hühner von Oma Slättberg, vor der Schlachtung retten. Fuchsalarm! Dafür werden sogar die „Pygmäen“, die feindliche Jungsbande, um Hilfe gebeten. Gemeinsam stehen „Die Wilden Hühner“ und die „Pygmäen“ so manches Problem durch und kommen sich dabei immer näher.

Neu ist noch eins beim KiT: Beteiligt sind Kinder und Jugendliche zwischen neun und 15 und Erwachsene bis 75 Jahre.

Nun ist die bunte Truppe im Endspurt. Zweimal wurden alle Szenen einzeln geprobt, Abläufe geübt und nach und nach Textsicherheit gewonnen. Noch sieben Proben bis zur Premiere, in denen „es gilt, sich frei zu spielen“, so Wewers. In den Szenen, in denen das bisher gelang – und da strahlen die Augen aller Regisseure – „in denen gab es schon ganz ergreifende Momente und Gänsehaut. Da entfaltete sich die ganze Kraft des Theaters.“

Die Premiere ist bereits ausverkauft. Für die Vorstellungen am Samstag, 4. Mai, und Sonntag, 5. Mai, um jeweils 15.30 Uhr sind allerdings noch Karten zu haben. Kartenreservierungen sind möglich (fünf Euro) unter info@kulturarbeit.com oder unter Tel. 0 23 51/66 11 52. Das Stück ist geeignet für Kinder ab acht Jahren. Alle Vorstellungen finden statt in der Kulturwerkstatt an der Altenaer Straße 207.

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