Schüler an Haltestelle ignoriert: Kein Einzelfall

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Symbolbild

Lüdenscheid - Ein Schüler wartet an der Haltestelle auf den Bus, der Bus kommt – und fährt einfach vorbei und lässt den Jungen stehen. Das passierte dem Sohn des Lüdenscheiders Jon Czimmeck.

Doch offenbar handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Der erboste Vater beschwert sich bei der MVG. 

Das Unternehmen reagiert in einem Antwortbrief mit Bedauern. Unter anderem heißt es da: „Ihre Verärgerung über den verpassten Bus der Linie 41 (...) können wir gut verstehen. Wir werden unseren Fahrer noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, an Haltestellen aufmerksamer nach Fahrgästen Ausschau zu halten.“ 

MVG-Pressesprecher Jochen Sulies bewertet den Vorgang als „wenig dramatisch“. Natürlich sei es die Aufgabe der Busfahrer, jeden Fahrgast sicher und zuverlässig zu seinem Ziel zu befördern. Vielfach benutzten Kinder und Jugendliche das „Stehenlassen“ nach MVG-Erfahrungen als Ausrede, wenn sie verspätet zur Schule kommen oder Klausuren verpassen. 

Aber: „Die Ausreden unserer Fahrer sind sicher genau so vielfältig.“ Sicher sei, dass keiner der Fahrer einen Fahrgast an der Haltestelle vorsätzlich ignoriere. 

Wie häufig Beschwerden in solchen Fällen eingehen, darüber lägen der MVG keine Zahlen vor, so Sulies. 

In dem Brief an Jon Czimmeck schreibt Marcel Müller als Fachgruppenleiter der MVG-Servicecenter außerdem: „Grundsätzlich empfehlen wir unseren Kunden, drei Minuten vor dem Fahrtantritt gut sichtbar an dem Haltestellenmast zu stehen und nach Möglichkeit Blickkontakt zum Fahrer herzustellen.“ 

Doch auch dieser Ratschlag des Unternehmens stellt den Vater nicht zufrieden. Gegenüber den LN äußert er: „Mein Sohn stand fünf Minuten an der Haltestelle, als der Bus einfach durchfuhr. Soll er vor den Bus springen?“ 

So sei die Monatskarte jedenfalls „ihr Geld nicht wert.“

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