Die Isetta rollt wieder nach Hause

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Sie war einer der Stars bei "Pop und Pille": die Isetta. Nun darf sie wieder nach Hause rollen.

Lüdenscheid – „Wir haben die beiden Ausstellungen ja bewusst zum Stadtjubiläum platziert. Für diese Einrichtung hier und unter den personellen und finanziellen Bedingungen, unter denen wir arbeiten, sind das ganz hervorragende Zahlen. Ich persönlich bin außerordentlich zufrieden.“

Museumsleiter Dr. Eckhard Trox und Dr. Susanne Conzen, Leiterin der Städtischen Galerie, blicken für die Ausstellungen „Op bis Pop“ und „Pop und Pille“ auf 8429 Gäste zurück. Gezählt wurde zum Teil per Strichliste, aber auseinanderhalten, wer welche Ausstellung besucht hat, könne man nicht. Will man auch nicht – immerhin handelte es sich vom ersten Tag an um eine Gemeinschaftsproduktion.

Der Blick auf die Kunst mit dem Titel „Von Op bis Pop“ begann am 17. September letzten Jahres, „Pop und Pille“ mit dem Augenmerk auf den Zeitgeist der 68er-Jahre wenige Tage später. Beendet wurden beide Ausstellungen im Januar. „Bis zum Schluss haben wir noch Extra-Termine für öffentliche Führungen, selbst unter der Woche, angeboten“, sagt Ursula Delhougne (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), „und die waren mit zum Teil 50 bis 60 Gästen immer sehr gut besucht.“

Die eindeutige Mehrheit kam dabei aus Lüdenscheid, während die Abendveranstaltungen durchaus auch Gäste aus dem Umland anzogen. „Die Galerie war durch die Lüdenscheider Schulklassen gut besucht“, so Dr. Conzen rückblickend: „Der Hauptbestand der gezeigten Werke stammte aus dem Fundus der Galerie und der Kunststiftung. Ergänzend dazu wurden Werke – vor allem die im Foyer gezeigten – vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte aus Dortmund nach Lüdenscheid geholt.“

Bewusst habe man mit der Ausstellung „Home“ erst einmal die Jugend angesprochen, so Museumsleiter Dr. Trox. Die Ausstellung mit den Gesichtern und Geschichten der rund um 80-Jährigen in Kooperation mit dem Gedenkzellenverein habe diese Generation bedient und „Pop und Pille“ nun diejenigen, die die Zeit der 68er-Jahre bewusst miterlebt hätten: „Schön war auch die Idee mit den Erzählcafés.“ Man habe nicht alles zeigen können, so Delhougne.

Bei lokalhistorischen Ausstellungen sei die Zahl der privaten Leihgeber sehr groß. Trox: „Aber durch die langjährige Etablierung des Hauses in Lüdenscheid wissen die Leute auch, dass wir nicht alles zeigen können.“ Für „Pop und Pille“ transportierte man unter anderem aus dem Kuba-Museum in Wolfenbüttel eine Musiktruhe nach Lüdenscheid.

Das Unternehmen Kuba-Imperial stellte seinerzeit „Tonmöbel“ her, eine Kombination aus Radio und Plattenspieler in einem stilvollen Holzgehäuse, meist für Tontechnikmessen, aber im Hausgebrauch auch gern als Statussymbol genutzt. Die in den Ausstellungsräumen aufgebaute „Kuba“ wird nun sorgsam verpackt und wieder nach Wolfenbüttel gebracht.

Am 17. Februar wird in den Museen mit „Weimar im Westen“ die nächste Ausstellung eröffnet, zu der mit der Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, und dem Kulturausschussvorsitzenden des LWL, Dieter Gebhard, hoher Besuch erwartet wird. In den Räumen der Städtischen Galerie werden derzeit die Fenster ausgetauscht – wir berichteten – sodass nur das Foyer bespielt werden kann mit der Dokumentation „Farbstapel“, einer Kunstinstallation von Schülern der Schule an der Höh, die im vergangenen Frühsommer 87 Kartons monochrom in verschiedenen Farben strichen und sie an verschiedenen Orten der Stadt aufbauten, um eine Fotodokumentation von der Installation zu machen. Beantwortet werden sollten Fragen danach, wie sich das Kunstwerk verändert, wie der „Farbstapel“ an verschiedenen Orten wirkt und was das Kunstwerk mit dem Raum macht.

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