Das komplette Reisetagebuch von Irene Gloerfeld

Lüdenscheider Ehepaar besteigt den Kilimanjaro

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Sonnenaufgang am Kilimanjaro.

Lüdenscheid - Die Lüdenscheider Irene (55) und Ernst-Wilhelm (60) Gloerfeld sind passionierte Wanderer. Etwas ganz Besonderes hatte sich das Ehepaar im vergangenen Jahr vorgenommen: die Besteigung des höchsten Berges Afrikas, des Kilimanjaro. Über dieses Abenteuer berichtet Irene Gloerfeld in einem Tagebuch.

Der Kilimanjaro ist 5895 Meter hoch, und seine Gletscher sind vom Abschmelzen bedroht. Er ist eigentlich kein Berg, sondern ein Bergmassiv. Es liegt vollständig in Tansania und erstreckt sich von Ost nach West über mehr als 60 Kilometer und von Süd nach Nord über mehr als 40 Kilometer. 

Es besteht eigentlich aus drei erloschenen Vulkanen: dem Kibo (der Helle, 5895 Meter), dem Mawenzi (der Dunkle, 5148 Meter), dem Shira (3962 Meter) und deren Trümmern. Wir verwenden aber trotz allem oft den Begriff „Berg“ und sprechen von „Kili“/“Kilimanjaro“, auch wenn eigentlich der Kibo gemeint ist.

Der Kilimanjaro ist ein hoher Berg „irgendwo in Afrika“. Er ist 5895 Meter hoch und seine Gletscher sind vom Abschmelzen bedroht. Wem diese Aussagen reichen, der würde nie auf die Idee kommen eine, auch heute noch lange und mühsame, Anreise und einen anstrengenden Aufstieg zum Gipfel auf sich zu nehmen.

Bergsteigerische Schwierigkeiten gibt es auf dem Kibo nicht, auch die Länge des Weges ist kein Problem. Aber man darf sich nicht täuschen lassen. Seine Höhe und der damit verbundene geringe Sauerstoffpartialdruck (am Gipfel nur noch halb so hoch wie auf Meereshöhe) stellen die größten Hindernisse dar. Die arktische Kälte auf dem Gipfel, der fast immer herrschende Wind oder manchmal auch schlechtes Wetter machen es nicht leichter.

Das Tagebuch in kompletter Länge mit allen Fotos

Die Höhenkrankheit kann jeden erwischen, in allen Ausprägungen, von schwach bis bedrohlich. Hinzu können weitere gesundheitliche Probleme kommen, ausgelöst auch durch die extrem trockene Luft oder die Nahrung. Kurzum: Es ist nicht leicht, den Kili (Kibo) zu besteigen.

Am relativ großen und flachen Gipfel steht das Schild mit der Aufschrift „Mount Kilimanjaro. Congratulations. You are now at Uhuru-Peak. Africas highest point.“

Von den circa 30 000 Besuchern pro Jahr, die zum Gipfel wollen, schaffen nur etwa die Hälfte die Besteigung. Als Besteiger gilt man schon, wenn man den Kraterrand erreicht hat. Je nach Route ist man dort auf etwa 5700 Metern. Auf den letzten Anstieg bis zum Uhuru-Peak (Freiheits-Spitze) verzichtet dann noch einmal ein Teil. Wir sind Wanderer, ich seit dem Kindesalter, für Irene begann es erst von etwa 20 Jahren. Und der Kilimanjaro oder besser der Kibo ist ein Berg für Wanderer. Man kann hoch gehen.

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