Gastronom aus MK fordert: Trauer- und Hochzeitsfeiern müssen wieder möglich sein

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Marcus Kaufmann (Restaurant Heerwiese/Hotel Zum Markgraf) hofft auf ein klares Signal, was man darf und was nicht.

Lüdenscheid - Verhalten ist die Freude über die Lockerungen in Richtung Hotelbetrieb und Gastronomie bei Marcus Kaufmann, Inhaber des Hotel-Restaurant Zum Markgrafen und des Restaurants Heerwiese, ein Vollblut-Gastronom in der vierten Generation. Seit letzten Mittwoch ist das Restaurant wieder geöffnet, der Markgraf ist geschlossen und hat auch am Montag seine Pforten nicht aufgemacht.

Kaufmann sieht darin keinen Sinn: „Wir haben keine mega-mäßigen Anfragen. Tourismus hat in Lüdenscheid ohnehin keinen Vorrang, und die Industrie läuft nur verhalten an. Viele Firmen sind in Kurzarbeit, viele Außendienstler dürfen nicht fahren. Das ist ein erschreckendes Bild.“ 

Übernachtungen seien oftmals an Familienfeiern gekoppelt. Und genau die sind auf Grund der gebotenen Regeln schwierig geworden. Der Juni sei im Restaurant Heerwiese komplett storniert. Auch hier wurden Tische gerückt und reduziert – von 15 auf acht.

„Und wenn da jetzt ein Paar an einem Tisch Platz nimmt, ist der Tisch erst einmal voll besetzt“, sagt der Gastronom. Die Möglichkeit, die Außenterrasse mit zu benutzen, hat sich in dieser Woche nicht geboten – „Wir hatten ja von den Temperaturen her mehr Winter statt Sommer!“

Um wenigstens einigermaßen durch die Krise zu kommen, hat sich Kaufmann auf den Restaurantbetrieb fokussiert. Was ihm fehlt, ist ein Signal, dass wieder kleinere Feiern mit überschaubarer Gästezahl und viel Abstand stattfinden dürfen: „Trauerfeiern oder Hochzeitsgäste. Wenn da vier Gäste an einem Tisch sitzen, dann sind das ja nicht zwingend zwei Hausstände. Wir brauchen verbindliche Auskünfte: Was darf man und was nicht.“

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