Lüdenscheider horten Schätze

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Dieses Mikroskop mit kompletter Ausstattung im Holzkasten aus dem Jahr 1909 begeisterte David Hessels besonders.

LÜDENSCHEID ▪ Das Team des Soester Auktionshauses kommt immer wieder gern nach Lüdenscheid. Die inzwischen dritte Sprechstunde in den Lüdenscheider Museen lockte auch am Dienstag wieder zahlreiche Bürger, die alte Schätze aus Schränken und Kammern hervorgeholt haben, um sie von den Experten bewerten zu lassen.

„Die Leute standen schon vor der Tür, als wir in Lüdenscheid ankamen“, sagte Kunstexperte Dr. Oliver Gradel. Dieses große Interesse gebe es an keinem anderen Ort – Gradel führte das unter anderem auch auf die Museen als Veranstaltungsort zurück. Das passe einfach besser als beispielsweise ein Hotel. Auktionator David Hessels betonte außerdem, dass der Wert der präsentierten Stück in Lüdenscheid stets überdurchschnittlich hoch sei. Das heißt aber nicht, dass nicht auch in der Bergstadt Besucher von den Experten erfahren müssen, dass ihre Sammlerstücke oder Kunstobjekte nicht so viel Wert sind, wie sie gehofft haben. „Wir sagen die Wahrheit“, sagte Hessels. Gradel erklärt, dass sich die Einschätzung immer am aktuellen Marktwert orientiert, und der richtet sich nach der Nachfrage. Da kommt die Erfahrung der Auktionatoren ins Spiel.

So gab es zu lernen, dass einst teure Hummel-Sammlerfiguren heute für recht wenig Geld über den Tisch gehen – „es gibt kaum noch Sammler“. Und auch, wenn viele einfach nur aus Neugier mit Schmuck, Bildern oder sogar einem Schiffsmodell ins Museum gekommen waren, gab es doch den einen oder anderen, der Stücke gleich zur Versteigerung übergeben hat. Darunter waren einige Bilder, aber auch eine Bronzeskulptur und eine historische Porzellanvase mit Deckel. Besonders angetan war Hessels von einem Mikroskop im Orginalholzkoffer mit kompletter Ausstattung aus dem Jahr 1909. ▪ gör

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