Lüdenscheider helfen Lüdenscheidern

Sie stehen dafür, dass die Hilfe an der richtigen Stelle ansetzt: Zahlreiche Vertreter von Hilfsorganisationen und Institutionen kamen zur Gründung des Glücksbringer-Arbeitskreises ins LN-Verlagsgebäude an der Schillerstraße

LÜDENSCHEID - Der Glücksbringer ist wieder da! Der gemeinnützige Verein für soziale Projekte, bis vor kurzem Veranstalter der lange Jahre beliebten Stadtlotterie, geht als Hilfsorganisation von Lüdenscheidern für Lüdenscheider jetzt wieder an den Start. Ziel ist es, Spenden zu sammeln, die Lüdenscheidern in Not ebenso helfen wie sozialen Projekten in unserer Stadt.

Die Vorbereitungen auf diesen Neustart laufen seit Wochen. Zahlreiche Vertreter von Lüdenscheider Organisationen, die sich im Alltag mit der Linderung sozialer Probleme in der Bergstadt befassen, sagten ihre Mitarbeit zu. Für sie, die an der Basis arbeiten, ist versteckte Armut kein Geheimnis. Und sie sollen in Zukunft noch besser helfen können, indem sie dem Verein sagen, wo‘s brennt.

Mit Superintendent Klaus Majoress, Dechant Johannes Broxtermann und dem Sozialdezernenten Dr. Wolfgang Schröder konnten die Lüdenscheider Nachrichten als Initiatorin der Aktion drei Persönlichkeiten gewinnen, die als Gremium die effektive Verwendung der Spendengelder besorgen. Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist gegeben, die Spendenabzugsfähigkeit auch, die Lotterie wird aber nicht mehr durchgeführt.

Überwältigend war das Echo auf die Anfragen der LN: „So etwas kenne ich aus anderen Städten, in Lüdenscheid gibt es eine Aktion aus der Stadt für die Stadt in dieser Form noch nicht“, erklärte sich Superintendent Klaus Majoress sofort zum Engagement für die gute Sache bereit. „Das nimmt keinem etwas weg, kann aber vielen etwas geben“, sagte Dechant Johannes Broxtermann. Auch Sozialdezernent Dr. Wolfgang Schröder, schon zu Lotteriezeiten beim Glücksbringer, will den Neustart wohlwollend begleiten: „Wir hoffen, dass der Glücksbringer wieder zum Begriff für Hilfe von Bürgern für Bürger wird.“

Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Dieter Dzewas, der die Lüdenscheider in seinem Grußwort zum Neubeginn auffordert: „Machen Sie den Glücksbringer stark!“

Die LN wollen in den nächsten Wochen zeigen, wo soziale Not in Lüdenscheid zu finden ist. Die LN wiollen auch zeigen, wer hilft, sie zu bekämpfen, sofern die Spender nichts dagegen haben. Und wir wollen zeigen, wo und wie geholfen wurde, wenn immer das möglich ist.

Dem Arbeitskreis des Glücksbringers, aus dem die Spendenanfragen erfolgen, gehören bisher Vertreter des Obdachlosen-Freundeskreises, des Sozialkaufhauses (T)Raumland, der städtischen Kindergärten, des CVJM oder der Gemeinde St. Joseph und Medardus ebenso an wie das Kinderschutzzentrum, die Arbeiterwohlfahrt, die Migrationsstelle, die Frauen-Wohnstelle, die Familienhilfe der Stadt, die Lüdenscheider Tafel und die Wohnungslosenhilfe im Amalie-Sieveking-Haus. Weitere Organisationen haben ihr Interesse bekundet, wollen künftig auch für den Glücksbringer Augen und Ohren offen halten.

Zu hoffen bleibt, dass jetzt auch Bürger, Unternehmen oder Vereine in Lüdenscheid ihr Herz für den Glücksbringer neu entdecken – im Advent, aber auch übers Jahr. Spenden Sie – helfen Sie mit, Lüdenscheid wieder ein bisschen freundlicher zu machen!

Die Spendenkonten des Glücksbringer e.V. – Verein für soziale Projekte in Lüdenscheid lauten:

Sparkasse Lüdenscheid

Konto-Nr. 120  303,

BLZ 458 500 05.

Volksbank Lüdenscheid

Konto-Nr.: 231 838 900

BLZ: 447 615 34.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare