Heizpilzverbot ausgesetzt: Stadt bietet Gastronomen klimaneutrale Alternative

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Die Stadt bietet Gastronomen klima-neutrale Alternativen an.

Lüdenscheid – Das Lüdenscheider Heizpilzverbot wurde gekippt. Befristet bis zum 30. April 2021 dürfen die durch die Corona-Krise arg gebeutelten Gastronomen und Händler nun die klimaschädlichen Wärmequellen wieder aufstellen, um ihre Gäste und Kunden auch in der kalten Jahreszeit draußen bedienen zu können. Die Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH (LSM) versucht den Klimaschaden nun durch strombetriebene Heizstrahler als Alternative zu den Gas-Heizpilzen zu begrenzen.

Nach Angaben der LSM wollen viele Gastronomen auf Heizpilze verzichten und umweltfreundlichere und immissionsärmere Lösungen einsetzen, zum Beispiel Infrarotstrahler oder Windschutzwände. Das Lüdenscheider Stadtmarketing möchte die Wirte und Händler dabei unterstützen. Dabei soll eine Kooperation mit einem der führenden Anbieter von Infrarotstrahlern für den Außenbereich, der Welltherm GmbH, den entscheidenden Durchbruch bringen. Er hat seinen Sitz in Lüdenscheid.

Über die LSM können die Gastronomen und Händler die Infrarotheizungen nun weitaus kostengünstiger beziehen. „Idealerweise wird der Einsatz von Infrarotheizstrahlern mit einem Abschluss des Stromtarifs 'KlimaFair Strom' der Stadtwerke Lüdenscheid gekoppelt, so dass Heizstrahler nahezu klimaneutral betrieben werden können“, wirbt die LSM für die Alternative aus Lüdenscheid, die auch über den 30. April 2021 hinaus eingesetzt werden kann. In dem Öko-Tarif wird der Strom aus regenerativen Energien gewonnen. 

Derzeit ist die Mehrzahl der Heizstrahler für Terrassen und Balkone noch immer gasbetrieben. Bis vor wenigen Jahren erreichten elektrische Heizstrahler noch nicht die Leistungsfähigkeit ihrer gasbetriebenen Pendants. Das hat sich laut LSM inzwischen geändert – Heizstrahler sind deutlich effizienter geworden. Die aktuelle Generation von Heizstrahlern sei einem gasbetriebenen Gerät mittlerweile überlegen, heißt es in der Mitteilung.

Die Betriebskosten eines elektrischen Heizstrahlers sind nach Unternehmensangaben rund 50 Prozent geringer als die eines vergleichbar wärmenden Gasheizstrahlers. Da keine offenen Flammen für den Betrieb erforderlich sind, sind Heizstrahler auch sicherer. Aufwand für den Tausch von Gasflaschen entfällt. Nach Angaben der LSM liefert ein elektrischer Heizstrahler innerhalb weniger Sekunden die volle Leistung, während Gasheizstrahler bis zu zehn Minuten Aufheizphase benötigen.

Gastronomen und Händler, die an einem Erwerb von Infrarotheizstrahler für den Außenbereich interessiert sind oder Fragen haben, sollten sich schnell beim Lüdenscheider Stadtmarketing unter Tel. 02351/9746923 oder info@luedenscheider-stadtmarketing.de melden, damit die Heizstrahler zeitnah zum Einsatz kommen können.  

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