Umstrittene Ersterschließung

Zum Weißen Pferd: Müssen Anlieger weniger bezahlen? Jetzt ist die Verwaltung am Zug

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Einige Anwohner und Interessierte verfolgten die Sitzung des Hauptausschusses, in der auch die Ersterschließung der Straße Zum Weißen Pferd eine Rolle spielte.

Lüdenscheid - Müssen Anlieger für die umstrittene Ersterschließung der Straße Zum Weißen Pferd weniger bezahlen? Die Antwort soll es sehr bald geben, denn die Zeit drängt.

Ein Vorschlag der CDU, den Plan für die Ersterschließung der Straße Zum Weißen Pferd in einem Punkt zu ändern, führte am Montag im Hauptausschuss dazu, dass das Thema in der nächsten Woche nochmals in einer Ausschusssitzung behandelt wird.

Die Zeit drängt, weil der Beschluss über den Ausbau der Straße in der Ratssitzung am 10. Dezember gefasst werden muss. Deshalb einigte man sich im Hauptausschuss darauf, über die beantragte Änderung der CDU am kommenden Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt und des Bau- und Verkehrsausschusses zu befinden. 

Die CDU schlägt vor, auf den Bau des linken Bürgersteigs – von der Bahnhofsallee in Richtung Mathildenstraße gesehen – zu verzichten, da hierfür in die Böschung eingegriffen werden muss. Dies soll die Verwaltung bis Mittwoch prüfen.

Hintergrund des Vorstoßes der CDU ist es, die hohen Kosten für die Anlieger der Straße zu reduzieren. Wie mehrfach berichtet, liegen die beitragsfähigen Kosten für die Anlieger bei 774.000 Euro – eine Summe, die die betroffenen Anwohner um den Schlaf und auf die Barrikaden gebracht hat. 

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Sie fürchten um ihre Existenz, weil sie die auf sie zukommenden hohen Beiträge nicht bezahlen können. Im Hauptausschuss hatte Gerlinde Hille als Sprecherin der Anwohner betont, die Straße benötige keine zwei Bürgersteige und alle Verantwortlichen aufgefordert, vor Ort noch einmal zu einer Begehung zusammenzukommen und Spielräume auszuloten.

Im Vorfeld der Sitzung hatte die Verwaltung von ihnen textlich und mit Fotos dokumentiert eine Aufstellung darüber bekommen, was nach Meinung der Anwohner überflüssig sei an der Planung. Dazu gehörte unter anderem der Ausbau der Gehwege. Inwieweit der CDU-Vorschlag umsetzbar ist und wie er sich auf die Kosten auswirkt, muss die Antwort der Verwaltung am Mittwoch im Ausschuss zeigen. 

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Jedenfalls gibt es danach keinen Aufschub mehr. Im Rat am 10. Dezember muss die endgültige Entscheidung fallen. „Sonst kommt der gesamte Investitionshaushalt für 2019 ins Rutschen“, betonte Bürgermeister Dieter Dzewas. In der Ratssitzung steht die Verabschiedung des Haushalts für 2019 auf der Tagesordnung.

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