Lüdenscheider Haushalt droht neues Riesenloch

Wenn nichts Einschneidendes passiert, liegt der Liquiditätskredit der Stadt schon in drei Jahren bei 135 Millionen Euro, errechnete die Stadtverwaltung. Schon heute liegen 40 Millionen zwischen den laufenden Einnahmen und Ausgaben.

LÜDENSCHEID ▪ Trotz brummender Wirtschaft und sinkender Arbeitslosigkeit droht dem Stadthaushalt in den kommenden Jahren ein neues Riesenloch. Bereits im Etatentwurf 2012 liegt die Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben höher als 2011, erklärte jetzt die Stadtverwaltung. Aktuell habe die Stadt schon 40 Millionen Euro auf ihrem Dispo-Kredit – und er steigt voraussichtlich bis 2015 auf 135 Millionen. Das geht aus der Haushalts-Vorlage für den Stadtrat hervor, der den dann eingebrachten Entwurf am 12. September berät.

Für 2012 gibt es laut Kämmereileiter Sven Haarhaus mehrere Unwägbarkeiten. Dazu zählen die Frage, ob die städtischen Investitionen in die Denkfabrik als Sonderposten behandelt werden dürfen oder nicht, wie hoch die Schlüsselzuweisungen des Landes und die Kreisumlage sein werden, und wie sich die zu erwartenden Vorschläge der Sparberater der Bezirksregierung Arnsberg auswirken. Dazu liege der Kämmerei noch nichts vor, sagte Haarhaus. Nach LN-Informationen soll der Lenkungskreis aber Anfang Oktober darüber informiert werden. Der Rat muss dann im Rahmen der Etaberatungen beschließen, welche Vorschläge der Berater umgesetzt werden sollen.

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