Hochstraße: Feldversuch noch auf Sparflamme

+
Trinken und plaudern hinter Absperr-Baken: Der außengastronomische Feldversuch an der Hochstraße hat begonnen.

Lüdenscheid - Der außengastronomische Feldversuch der Gastronomen an der Hochstraße hat seine Premiere erlebt.

Darum war lange gerungen worden: Am Freitag und Samstag ging an der Hochstraße der erste Akt des außengastronomischen Feldversuchs über die Bühne. An beiden Abenden hatte dabei rund ein halbes Dutzend ansässiger Gastwirte zwischen 19 Uhr und Mitternacht Tische und Stühle auf den Gehwegen platziert, die Straße blieb unterdessen für den Autoverkehr gesperrt.

Tische und Stühle wurden auf den Gehwegen platziert.

 

Grober Tenor bei Gastronomen und Anwohnern: Die Feldversuchs-Premiere spielte sich in geordneten Bahnen ab, Unstimmigkeiten kamen erst zur Übergangszeit gegen 0 Uhr und später auf. In der Folge rückte dann auch das Ordnungsamt noch an.

Mit der Gastro-Offensive wollen Stadtverwaltung und Wirte bekanntlich die Lüdenscheider Altstadt aufwerten. Anwohner sehen die Sache indes skeptisch. Der Feldversuch ist bis zum Herbst terminiert.

Der Auftakt der Versuchsreihe köchelte dabei sichtlich noch eher auf Sparflamme. So hatten die Wirte im Vorfeld kaum für das Ereignis geworben, teils fehlte auch noch geeignetes Mobiliar. Das sagte Marco Sommerfeld – Gastwirt, Fürsprecher und Mitorganisator des Feldversuchs – im LN-Gespräch.

"Wir hatten eine schöne und lebendige Atmosphäre", urteilte Gastwirt Marco Sommerfeld.

 

Dennoch fällt sein Fazit klar positiv aus: „Es war ein voller Erfolg. Wir hatten eine schöne und lebendige Atmosphäre. Allerdings war das alles sehr viel Arbeit.“

Jürgen Sturm – einer der Wortführer jener Anwohner, die die Etablierung der Hochstraße als laute Partymeile fürchten – hielt sich derweil mit einer endgültigen Beurteilung zurück und will die künftige Entwicklung abwarten. Allerdings attestierte Sturm, dass sich „Herr Sommerfeld sehr bemüht hat“, die Spielregeln einzuhalten, das Mobiliar und die Absperrungen um Mitternacht wegzuräumen und die Gäste in die Lokale zu bitten.

Weil das aber offenbar nicht jedem gefiel, kam dann später noch das Ordnungsamt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare