Internet-Galerie: Im Schein der Petroleumlampe

Ruth Fischer, Didier Froidevaux, Leif Hombach, Thomas Kempf, Klaus Lessmann, Jörg Märtens, Mario Mathejczyk, Silke Van Os, Berd Schmitz, Frank Toth und Claus Schulte sind an dem Projekt „Unterwelten“ beteiligt.

LÜDENSCHEID - Mystische Orte, manchmal unheimlich, bedrohlich und dann wieder faszinierend und farbenprächtig – aber es müssen nicht immer Höhlen sein. 150 Alternativen bieten zehn Lüdenscheider Fotografen in einer Internet-Ausstellung als Ergebnis ihres Jahresprojektes „Unterwelten“, von Gruben und Bergwerken über Keller, Hallen, Steinschluchten, Tiefgaragen, Sprengstoff-Fabriken und Grotten.

„Wir eröffnen unsere Ausstellung am 14. Februar in Verbindung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe“, sagt der Leiter der Fotowerkstatt Lüdenscheid, die der Volkshochschule angeschlossen ist, Claus Schulte. In regelmäßigen Abständen treffen sich dort fotobegeisterte Lüdenscheider, um sich auszutauschen, Tipps zu kriegen oder solche weiterzugeben. Im Rahmen solcher Treffen wurde im Februar 2013 die Idee geboren, sich als Kooperationspartner dem LWL zur Verfügung zu stellen. Dort beschäftigt man sich in diesem Jahr mit „Unterwelten“. Sie seien seit jeher für die Menschen von besonderer Bedeutung, seien gleichermaßen bedrohliche wie faszinierende Räume im Verborgenen, heißt es beim LWL. In der Ausstellung „Über Unterwelten“ holt der Landschaftsverband diese verborgenen Welten in dem Industriemuseum Zeche Zollern ans Tageslicht.

„Wir sind eine kleine Fotowerkstatt und können weder die Arbeitszeit, noch das Geld für eine große Ausstellung aufbringen“, macht Schulte klar, dass es nichts „zum Anfassen“ gibt: „Das ist eine reine Online-Ausstellung. Man klickt auf den Link, dann startet eine Diaschau mit den Fotos.“ Fotografiert wurde dort, wo keine Sonne hinkommt. Für das Licht musste der Fotograf selbst sorgen – in Form von Blitzlicht, Langzeitbelichtung, Taschenlampe und manchmal auch mithilfe von Kerzenschein oder Petroleumlicht. Entstanden seien, so Schulte, rund 150 beeindruckende Fotografien, zum Teil aus dem Märkischen Kreis, aber auch aus den verschiedenen Teilen der Welt, Barcelona, Kreta, Amerika, Belgien, manchmal offiziell, mitunter aber auch halb legal an Orten, die eigentlich für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sind, dafür aber um so spannender.

An seinen Standorten zeigt das LWL-Industriemuseum in diesem Jahr mehrere regionale Ausstellungen, die das Thema „Unterwelten“ auf eigenständige Weise aufnehmen. Die Fotowerkstatt Lüdenscheid möchte ihre Ausstellungseröffnung nicht einfach mit der Bekanntgabe eines Internetlinks begehen. Deshalb wird’s im Alten Rathaus am Freitag, 14. Februar, ab 19.30 Uhr eine Eröffnung geben, bei der der LWL bei freiem Eintritt einige Fotografien in die Flure des VHS-Gebäudes hängt, aber auch die Internet-Ausstellung via Beamer zu sehen ist.

Anschließend wird der Link www.fotowerkstatt-luedenscheid.de/Projekt_Unterwelten offiziell freigeschaltet, und die Besucher der digitalen Ausstellung können auf einer fantastischen Reise die geheimnisumwobenen Orte der Unterwelt ans Licht holen. - von Jutta Rudewig

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