Seit 60 Jahren erste Adresse für Profi-Fotografie

Fotografenmeister Carlos Margarido hat vor zehn Jahren das Fotostudio Kohl (heute an der Grabenstraße) übernommen.

LÜDENSCHEID ▪ Stars, die einmal wie normale Menschen fotografiert werden wollen, Otto Normalverbraucher, der einmal wie ein Oscar-Gewinner in Szene gesetzt werden möchte: Carlos Margarido hat sie alle schon vor der Linse gehabt.

Der Fotografenmeister betreibt sein „Fotostudio Kohl“ nunmehr seit zehn Jahren, inzwischen an der Grabenstraße 12a. Die Geschichte des Studios allerdings ist älter: Als der gebürtige Portugiese es übernahm, galt es bereits seit 50 Jahren als erste Adresse für gute Fotografie. Damals noch an der Hüttemeisterstraße gelegen, hatte Firmengründer Peter Krause dort noch einen großen Garten als Freiluftatelier. Heute ist die Stadt das Freiluftatelier, aber vieles muss ohnehin im Studio gemacht werden. „Wegen des Wetters hier“, seufzt der sonnenverwöhnte Portugiese.

Er war seinen Eltern irgendwann nach Deutschland gefolgt, nach Werdohl. Später zog die Familie nach Düren. 1993 kam der heute 48-Jährige zurück nach Lüdenscheid und arbeitete wieder als Fotograf. Damals hatte bereits Manfred Kohl, ehemaliger Krause-Mitarbeiter, das Geschäft übernommen und nach einigen Jahren auch auf seinen Namen umschreiben lassen. Den Namen behält Margarido gerne bei, der sei etabliert, hat er gemerkt.

Mit zwei Mitarbeitern und einer Aushilfe fotografiert der Profi, was gewünscht wird – vom Porträt bis zur Produktaufnahme, vom Akt bis zum Baby. Und obwohl heute alles „schnell, schnell“ gehen müsse, braucht man für eine Sitzung eine dreiviertel Stunde – nach oben offen. Lässt sich ein Trend feststellen, ist’s die Erotik. „Das“, sagt er, „ist die einzige Aufnahme, die man für sich machen lässt, die man sich selber schenkt.“

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