Nach Krise im Automotive-Bereich

Unternehmen aus MK droht Insolvenz: 30 Arbeitsplätze in Gefahr

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Standort Lösenbacher Landstraße: Geschäftsführung, Belegschaft und der vorläufige Insolvenzverwalter kämpfen um den Fortbestand des Traditionsunternehmens.

Lüdenscheid - Das Spardiktat der Automobilindustrie droht, ein neues Opfer in der Kreisstadt zu fordern. Über die Firma Biegeform Dittmann wurde ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet.

Die Firma Biegeform Dittmann an der Lösenbacher Landstraße steckt in einem Insolvenzverfahren. 

Vor allem deutliche Umsatzrückgänge in der Automotive-Sparte haben nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Martin Plappert zu wirtschaftlichen Problemen geführt. 30 Beschäftigte bangen um ihren Arbeitsplatz. 

Doch allzu düster sieht die Zukunft des Unternehmens unter Geschäftsführung von Ralf Leitgeb laut Dr. Plappert nicht aus. Denn besonders die Produktion von regenerativen Energiegewinnungs- und Heizungsanlagen floriert, unter anderem durch einen Großkunden, der weiter mit Dittmann zusammen arbeiten will, wie der Insolvenzverwalter erklärt. 

Insolvenzgeld bis November vorfinanziert

Wegen der Umsatzverluste hat die Firma, die im vergangenen Jahr 40-jähriges Bestehen feierte, im September bereits Kurzarbeit angemeldet. Das Insolvenzgeld ist laut Dr. Martin Plappert bis November vorfinanziert. 

Erstes Ziel sei es nun, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Aufgelaufene Auftragsrückstände werden derzeit abgearbeitet. Statt Kurzarbeit wird nach den Worten des vorläufigen Insolvenzverwalters „jetzt volle Pulle weiter gearbeitet“. Die Löhne würden pünktllich bezahlt, sogar Überstunden fallen an und werden ebenfalls vergütet, heißt es weiter. 

Die Stimmung in der Belegschaft stellt sich für den Juristen aus der Kanzlei Bergfeld und Partner am Rathausplatz „kämpferisch“ dar. Keinem einzigen Mitarbeiter sei gekündigt worden, die Beschäftigten „kämpfen für den Erhalt des Unternehmens“. 

Keine Kritik an der Geschäftsleitung

Auch sei bei einer Betriebsversammlung Ende September aus den Reihen der Belegschaft keine Kritik an der Geschäftsleitung laut geworden. Vielmehr gebe es positive Rückmeldungen und das Bestreben, über Verbesserungsvorschläge zur Rettung der Firma beizutragen. 

Im Vordergrund steht für den vorläufigen Insolvenzverwalter aktuell das Ziel, die Kunden zufriedenzustellen und Aufträge ordentlich abzuwickeln. Langfristig strebt Dr. Plappert eine Investorenlösung an, mit der das Unternehmen wieder auf gesunde Füße gestellt werden kann.

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