Zwei neue Säle für das Lüdenscheider Kino

Filmpalast-Besitzer André Lubba: "Ich könnte sofort loslegen"

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André Lubba präsentiert den vom Architekturbüro „wpplan“ in Siegen erstellten Entwurf zum Neubau, der sich direkt an den bestehenden Komplex des Filmpalastes anschließt. 

Lüdenscheid - Voller Elan und Begeisterung sieht André Lubba nach vorn: „Ich könnte sofort loslegen“, sagt er und hält stolz den Entwurf des Neubaus in die Kamera, der sich direkt an den alten Komplex des Filmpalastes anschließen wird. „Ich hoffe, die beiden neuen Kinosäle, im Frühjahr 2019 eröffnen zu können.“

Sitzung für Sitzung hat er im Vorfeld verfolgt, bis die Ratsparteien am Montag endgültig einstimmig grünes Licht für die Erweiterung gaben. „Es war mir wichtig, endgültig alles in trockenen Tüchern zu haben.“

Zwar wartet der 43-Jährige Kino-Enthusiast noch auf die Baugenehmigung, aber die dürfte zeitnah vorliegen. „Im Mai könnten die Arbeiten beginnen. Alle Beteiligten stehen Gewehr bei Fuß.“

Neben dem Neubau, der auf der Seite errichtet wird, wo jetzt noch der Parkplatz ist, wird sich auch der Zugang zum Filmpalast von der Bergstraße aus verändern. Von dort aus geht es dann auch auf den neuen Parkplatz auf der anderen Seite des Kinos, wo 26 Stellplätze für die Besucher angelegt werden.

Zwei zusätzliche Kinosäle mit weiteren 149 Sitzplätzen werden in dem Neubau entstehen. „Die Inneneinrichtung wird kein Standard, sondern vergleichbar mit dem jetzigen großen Saal sein. Das wird optisch toll“, ist André Lubba überzeugt, der für den Filmpalast lebt.

„Manche fragen mich, wann ich denn mal Urlaub mache oder einen freien Tag habe. Das brauche ich alles nicht. Ich habe doch mein Kino.“

149 Plätze in zwei Kinosälen

Als er vor 18 Jahren das Kino von seinen Eltern übernommen habe, sei er zunächst froh gewesen, es halten zu können. Doch dann entwickelte er immer wieder neue Ideen, investierte in neue Technik oder nach und nach in den Umbau des großen Saals. 

„Erfolgreich“, wie er sagt. Der Zuspruch der Besucher habe ihm dies gezeigt, und daher sieht er auch voller Optimismus in die Zukunft. Rund 2,5 Millionen Euro investiere er in die Erweiterung, mit der auch ein breiteres und abwechslungsreicheres Spektrum an Filmen anbieten will.

 „Ich möchte dadurch auch wieder einen Schwerpunkt schaffen, der uns früher ausgezeichnet hat: das Programmkino-Angebot mit leisen, aber feinen Filmen, vielleicht sogar einem täglichen Filmkunstangebot.“

Im Mai hofft er, mit den Neubaumaßnahmen anfangen zu können. Die Vorbereitungen begannen schon früh. Rechtliche Dinge mussten berücksichtigt, Bebauungspläne geändert werden. „Verwaltung und Politik haben das unterstützt. Dafür bin ich sehr dankbar. Jetzt kann die Umsetzung beginnen.“

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