Immer noch 25 Planstellen bei der Feuerwehr unbesetzt

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Symbolbild

Lüdenscheid - Die Gutachten liegen vor, mehr Haushaltsmittel für Personal stehen bereit. Trotzdem leidet die Lüdenscheider Feuerwehr noch unter Personalmangel und Überstundenbergen.

Die Aufstockung des Stellenplans und die höhere Eingruppierung von Stellen sind beschlossen, die Ausgabe von rund 745 000 Euro pro Jahr dafür ist politisch abgesegnet. Doch immer noch sind aktuell 25 Planstellen in der Feuer- und Rettungswache am Dukatenweg unbesetzt.

 Nach Hochrechnungen der Verwaltungsspitze reichen die Kapazitäten der Wehr gerade einmal aus, um die Wache bis Silvester zu besetzen. Das teilt Stadtpressesprecher Sven Prillwitz mit.

Ausschreibungen

Nach Angaben aus dem Rathaus ist „seit einiger Zeit“ eine Dauerausschreibung für ausgebildete Brandmeister veröffentlicht. Darauf hätten sich vier Interessenten beworben, die das Anforderungsprofil erfüllen.

Überdies sei Ende September eine Stelle für einen Notfallsanitäter oder einen Rettungsassistenten ausgeschrieben worden. Acht Bewerber haben es ins Auswahlverfahren geschafft. 

Weitere Ausschreibungen seien in Vorbereitung. 18 Stellen würden „voraussichtlich“ im November öffentlich angeboten, drei Stellenausschreibungen seien bereits verwaltungsintern veröffentlicht.

Geduld gefragt

Doch damit ist die Personalmisere bei der Feuerwehr offenbar längst nicht behoben. Denn einerseits benötigen die Verantwortlichen nach Angaben der Verwaltung drei weitere Wochen für Auswahlverfahren und interne Abstimmung. „Je nach Kündigungs- und Versetzungsfristen der Bewerber können die Stellen nach drei bis sechs Monaten besetzt werden.“ 

Andererseits kommen auswärtige Bewerber aus Lüdenscheider Sicht nicht schnell genug zum Zuge, weil deren Heimatkommunen „mit diversen Anreizen versuchen, ihr Personal zum Verbleib zu bewegen“. Einige Städte gäben Versetzungsanträgen ihrer Feuerwehrleute nach Lüdenscheid „gar nicht mehr statt“. 

Mehr über die Personalnot der Feuerwehr

25 offene Planstellen in der Feuer- und Rettungswache am Dukatenweg – das sind zwei mehr als zum viel diskutierten Höhepunkt der Krise in der ersten Hälfte dieses Jahres. Doch in der Zahl 25 sind nach Angaben aus dem Rathaus sieben neu geschaffene Planstelle enthalten. 

„Die freien Stellen werden teilweise und vorübergehend durch von der Stadt beauftragte Unternehmen besetzt.“ 

Wie die Behebung einer Personalmisere bei der Feuerwehr schneller funktioniert, zeigt beispielsweise die Stadt Wuppertal. Seit Vorlage des Gutachtens der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt) wurden 151 Stellen höher eingruppiert und neue Strukturen geschaffen, teilt die dortige CDU-Ratsfraktion mit. 

Deren Sprecher Ludger Kineke sagt, in diesem Jahr seien bereits 20 Neueinstellungen erfolgt. Vier zusätzliche Stellen in der Verwaltung dienten zudem dem vorbeugenden Brandschutz und beschleunigten Baugenehmigungsverfahren.

Ungeklärte Fragen

Auch bei der Planung für eine neue Feuer- und Rettungswache unterhalb des Novelis-Werks an der Wiesenstraße ist weiter Geduld gefragt. Ein Zeitplan liegt noch nicht vor. 

Nach Information aus der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) ist eine Reihe von offenen Fragen im Planungsstadium zu klären, bevor es an die Ausschreibung und schließlich an die Baumaßnahme gehen kann. In der Antwort auf die Anfrage unserer Redaktion nach dem derzeitigen Entwicklungsstand des Großprojektes heißt es wörtlich: 

„Es sind noch diverse rechtliche Klärungen hinsichtlich des Grundstückes erforderlich. Die Ausschreibung der Planungsleistungen für den Neubau der Feuer- und Rettungswache ist vorbereitet und kann veröffentlicht werden, sobald die noch offenen Fragestellungen geklärt wurden.“

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