Lüdenscheider CDU feiert ihren 70. Geburtstag

+
Ralf Schwarzkopf (3.v.l.) begrüßte unter anderem Paul Ziemiak, Bernd Schulte, Dr. Matthias Heider, Björn Weiß und Dr. Otto Wulff.

Lüdenscheid - Ein runder Geburtstag darf gebührend gefeiert werden: Am 10. Januar 1946 wurde in der damaligen Gaststätte Panne die Lüdenscheider CDU gegründet. Deren aktueller Vorsitzender Ralf Schwarzkopf war am Sonntagabend „überwältigt“ von der Resonanz auf die Einladung in die Museen der Stadt: Rund 150 Gäste feierten mit den Politikern.

Die meisten von ihnen waren Mitglieder der CDU aus Lüdenscheid und den Nachbarkommunen, wie der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider und der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Thorsten Schick. Außerdem waren viele, zum Teil nicht mehr aktive „Mitstreiter“, die die CDU maßgeblich geprägt haben, zum Geburtstag ihrer Partei gekommen. Als Ehrengäste begrüßte Schwarzkopf den Bundesvorsitzenden der Senioren-Union Dr. Otto Wulff und Bernd Schulte, der selbst über viele Jahre in verschiedenen Funktionen die Politik der CDU in der Region mitbestimmt hat. Beide blickten als Redner in die Geschichte ihrer Partei. Auch der Bundesvorsitzende der Jungen Union, der Iserlohner Paul Ziemiak, war gekommen.

Schwarzkopf selbst ging darauf ein, dass die Themen, mit denen sich die Politiker vor 70 Jahren befassen mussten, ganz andere als heute waren. So sei es damals durchaus ein Problem gewesen, dass evangelische und katholische Politiker in einer Partei zusammenarbeiteten. Dagegen sei die aktuelle Herausforderung die Globalisierung mit all ihren positiven wie negativen Konsequenzen – von der Schaffung von Arbeitsplätzen durch international aufgestellte Unternehmen bis hin zu den Krisen der Welt, die sich letztlich auf alle Menschen auswirkten.

Bernd Schulte legte den Schwerpunkt seiner Rede mit dem Titel „CDU in Lüdenscheid: 70 Jahre in wechselvoller Verantwortung“ auf die frühen 1950er-Jahre und die Menschen, die in jener Zeit am Ruder standen. Es war die Zeit, in der unter anderem Dr. Manfred Luda und Dr. Walter Hostert auf der politischen Bühne erschienen.

Dr. Wulff erinnerte an die Gründung der CDU nach dem Zweiten Weltkrieg als Volkspartei, die Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und Berufe vereinigt habe. Die damals von Adenauer forcierte, nicht unumstrittene Anbindung an die westlichen Demokratien sei neben der Einführung der sozialen Martkwirtschaft eine wesentliche Grundlage für das Wachstum der Bundesrepublik gewesen. Als wichtigste Tugenden der Union nannte Wulff Dialogbereitschaft und Toleranz. „Fundamentalismus ist kein Dialogpartner“, sagte er. Das gelte in alle Richtungen. Wer in Deutschland leben wolle, müsse den Lebensstil hier respektieren. Auch für „die, die Hass predigen gegen Fremde“, gebe es keine Toleranz.

Landrat Thomas Gemke betonte in seinem Grußwort: „Wir brauchen eine Willkommens- und eine Verantwortungskultur“. Die aktuell größte Herausforderung sei es, die Flüchtlinge mit Bleiberecht zu integrieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare