Lüdenscheider feiern bester Stimmung in den Mai

LÜDENSCHEID – Nachdem sich im letzten Jahr drei Lüdenscheider Lokale zusammengetan hatten, um mit einem gemeinsamen Live-Musik-Festival in den Mai zu feiern, gab es am Samstag bei der Neuauflage der Veranstaltung nun gleich in fünf Lokalen die Möglichkeit, Musik vom Feinsten zu erleben.

Die Stadtschänke mischte in diesem Jahr der OPA auf, wobei die drei Großbuchstaben hier nicht für einen tanzwütigen Großvater, sondern für „Oldie-Power-Attack“ stehen. Bei den drei Musikern der Combo – Rumen (Gitarre), Ray (Schlagzeug, Gesang) und Det (Bass) – ist der Name Programm. Die Band entzückt mit guter alter Mucke aus den 60er und 70er Jahren von AC/DC bis „ZZ Top und wartete unter anderem mit klassischem Rock‘n‘ Roll wie „Hanky Panky“ oder „All Day And All Of The Night“ auf.

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Tanz in den Mai

Nicht weit entfernt im Eigenart kamen dagegen die Freunde ganz anderer Musik auf ihre Kosten. Marty Kessler und seine Acoustic-Band legten ihren Schwerpunkt auf Schlager und Fetenhits sowie ein wenig Rock und Pop aus den 70er Jahren bis heute. Schon früh herrschte hier beste Stimmung bei Jung und Alt. Kaum hatte der smarte Sänger und Gitarrist Achim Reichels „Aloha Heja He“ angestimmt, nahm eine launige Truppe auf dem Fußboden zum „Rudern“ Platz. Eingängige Schlager wie „Traum von Amsterdam“ oder Jürgen Drews’ „Schloss, das in den Wolken liegt“ ließen schließlich die Discofox-Freunde vergnügt in den Mai tanzen.

Ein echter Klassiker der heimischen Live-Musik lieferte im Saal der Gaststätte Dahlmann eine gewohnt gute Show ab. Die Kult-Formation Catfish Boobie & The Beanery Criminals gehört für die Blues-Rock-Fans in der Bergstadt schon seit Jahrzehnten zum festen Inventar, wobei sich die Musiker um Frontmann Udo Golombeck im Dahlmann-Festsaal vor allem in der Weihnachtszeit regelmäßig die Ehre geben. Zum Tanz in den Mai legten die Lüdenscheider Rock-Veteranen – neben Golombeck sorgten Drummer Raymond Schwab, Gitarrist Roger Kirchhoff, Pianist Andreas Theil und Bassist Michael Pohlack für Stimmung – wie immer technisch perfekt interpretierte Klassiker wie „Sweet Home Chicago“ oder den Rock‘n‘Roller „Bee Bop A Lula“ vom guten alten Jerry Lee Lewis vor. Die Fans dankten es den Musikern wie immer mit ungezügelter Partylaune.

Das Brauhaus war ein Hort für Fans von Phil Collins und seiner Band Genesis. Fachleute auf diesem Gebiet sind die Musiker von Still Collins um den charismatischen Frontmann Sven Komp. Schon bei der Christmas-Rock-Veranstaltung im vergangenen Jahr zeigten sie als eine der besten Collins-Tribute-Formationen, was sie drauf haben, und auch beim Tanz in den Mai im Brauhaus hatten sie ihre Fans schnell auf ihrer Seite. Vor allem bei ihren musikalischen Ausflügen in alte Genesis-Zeiten beleuchteten die Bonner Musiker auch das Thema Peter Gabriel und zauberten die eine oder andere Überraschung aus dem Ärmel.

Auch die Formation, die dafür sorgte, dass bei Hulda am Markt zeitweise wegen Überfüllung keine Gäste mehr eingelassen werden konnten, ist unter anderem den Besuchern des Lüdenscheider Stadtfestes bestens bekannt. Die C.A.T. Lucky Frogs mit ihrem Sänger Christian Teske beherrschen die gesamte Palette der klassischen und modernen Rock- und Pop-Musik und haben unter anderem Songs der Kings of Leon und der Black Eyed Peas, aber auch Stücke von Unheilig oder U2 im Petto. Auch so gegensätzliche Werke wie „When I’m Dead And Gone“ von der deutschen Combo Fury in the Slaughterhouse oder „You Shook Me All Night Long“ von AC/DC dokumentierten am Samstag die große musikalische Bandbreite der Band.

Die Bilanz des Kneipen-Festivals konnte sich sehen lassen: Rund 1000 Besucher tanzten in den Wonnemonat, wie Veranstalter Jürgen Wigginghaus gestern vermelden konnte.

Ein separates, kleines Musikfestival zum Tanz in den Mai abseits der Combi-Veranstaltung stellte schließlich Charles Chilton in der Musikkneipe Panoptikum auf die Beine. Hier bekamen mit den drei Bands Lord Bishop Rocks and two of Pretty Poisoned, The Vagrants und Deep Black vor allem die Freunde knallharter Rock-Musik was auf die Ohren. Insbesondere The Vagrants mit Sängerin Renate Ludwig legten ein schweißtreibendes Rock-Brett vor, bei dem neben eigenen Songs auch ein knallhartes Cover von AC/DC’s klassischem Headbanger „Jailbreak“ nicht fehlen durfte. Ferner gab die Combo Songs von ihrem neuen, in dieser Woche erscheinenden Longplayer zum Besten, unter anderem den Kracher „Can’t Take Anymore“. ▪ bot

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