"Almanya - ich liebe Dich"

Das Ensemble Halber Apfel probt für ein neues Stück.

LÜDENSCHEID - Er schreibt Drehbücher zum Thema Migration, gründete im Sommer 2005 die Theatergruppe „Halber Apfel“ und arbeitet mit seinen Laiendarstellern unter Hochdruck für die Inszenierung von „Almanya – ich liebe dich“: Murat Isboga. Das neue Stück knüpft an „Stefanie integriert die Öztürks“ an, doch es ist keine Fortsetzung.

"Jedes Stück zeigt Aspekte der Integration“, berichtete Isboga. Er gründete die Theatergruppe mit dem Ziel, sowohl türkisches als auch deutsches Publikum anzusprechen und auf unterhaltsame Weise zwischen den Kulturen Brücken zu bauen. „Halber Apfel – das ist das, was auf der Bühne passiert. Die andere Hälfte ist die Resonanz aus dem Publikum“, erläuterte er den Namen der Gruppe. Während es im ersten Stück um das Erlernen der deutschen Sprache ging und typische Klischees und Konflikte satirisch-humorvoll aufbereitet wurden, dreht sich seine neue Komödie um die Gemeinsamkeiten zwischen deutschen und türkischen Bürgern. Sie leben in einem Land, das sie beide lieben und verfolgen die gleichen Ziele. Die Handlung: Vater Ali Öztürk (Murat Isboga), seine Frau Halime (Meryem Isboga), ihre Töchter Fatma (Yesim Arslan) und Zynep (Hatice Altinsoy) haben längst die ersehnten deutschen Pässe bekommen. Doch Stress gibt es weiterhin. Vor allem, als die Öztürks eine neue Nachbarin bekommen: die Mitarbeiterin des Arbeitsamt Hannelore Müller (Christine Maaß) mit ihrer Tochter Ulrike (Melina Fuhrman), die zu allem Überfluss im Amt auch noch für Vater Öztürk zuständig ist. Öztürk blickt zurück und merkt auf einmal, dass er dieses Deutschland trotz aller kleineren Katastrophen und Hindernisse liebt, mehr als er selbst dachte. Wieso das so ist? Auch darauf gibt die turbulente Komödie eine Antwort, immer mit einer Prise Ernsthaftigkeit. Von Dezember bis März schrieb Isboga an dem Stück. „Wir haben ,Stefanie integriert die Öztürks' inzwischen deutschlandweit aufgeführt“, berichtete er. Vielfach sei er nach einer Fortsetzung gefragt worden. Der Startschuss für die Proben ist gefallen: drei bis vier Einzelproben gibt es pro WocheDie Premiere wird am 25. April in Schwerte sein. „Dort ist das Stück jetzt schon ausverkauft. Und am 14. September kommen wir ins Kulturhaus“, freut sich Murat Isboga auf das Heimspiel.

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