Visionen in Dauerschleife

Lüdenscheider Einrichtungen bringen Helligkeit in die dunkle Jahreszeit

+
Lüdenscheid, die Stadt des Lichts: Verschiedene Einrichtungen beteiligen sich daran, ein wenig Helligkeit in die dunkle Jahreszeit zu bringen.

Lüdenscheid - 2015 ist das Jahr des Lichts, ausgerufen von der UN-Generalversammlung. Das „Jahr des Lichts“ soll an die Bedeutung von Licht als elementare Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen und daher auch als zentraler Bestandteil von Wissenschaft und Kultur erinnern.

Am Mittwochnachmittag wird am Drahtmuseum in Altena ein Flyer vorgestellt, der verschiedene Aktionen rund um das „Jahr des Lichts“ im heimischen Raum beinhaltet. Mit dabei sind aus Lüdenscheid, der „Stadt des Lichts“, die Stadtbücherei, die Museen und die Phänomenta.

Vorträge, Aktionen, Führungen, Kreativität – die Einrichtungen haben sich das eine oder andere einfallen lassen, um die dunkle Jahreszeit ein wenig zu erhellen. So wartet die Kunsthistorikerin Dr. Carolin Krüger-Bahr unter dem Titel „Pioniere des Lichts – Werner Bauer, Heinz Mack, Günter Dohr und Otto Piene „ mit einer Führung durch die Kunstbestände in der Städtischen Galerie und einem Vortrag am Sonntag, 1. November, ab 15 Uhr in den Museen auf. Ein besonderer Schwerpunkt in der Sammlung der Städtischen Galerie ist die Lichtkunst. Die Entwicklung, Licht zu einem Bestandteil eines Werkes werden zu lassen, wird nach behutsamen Anfängen im 19. Jahrhundert im Laufe des 20. Jahrhunderts weiter verfolgt. Hauptvertreter sind neben László Moholy-Nagy und den Künstlern des Dessauer Bauhauses seit den 60er-Jahren Werner Bauer, Heinz Mack, Günter Dohr und Otto Piene. Letzterer hatte im Vorfeld der „Lichtrouten 2013“ seine Teilnahme angekündigt, im letzten Moment dann aber doch abgesagt. Seine Arbeit war als Zusatz zu den Lichtrouten geplant. Der Lichtkünstler verstarb 86-jährig im vergangenen Sommer.

Ein weiterer Vortrag in den Museen am Sauerfeld ist für den 8. November unter dem Titel „Leuchtende Wände – Von Bleiglasfenstern zu LED Wänden“ vorgesehen. Referent ist Dr. Thomas Schielke. Der Lüdenscheider Lichtdesigner erzählte 2013 beim Science Slam im Bühnensaal des Kulturhauses die bezaubernde Geschichte von Fred Black, der sich über die Lichtverschmutzung in den Städten Gedanken macht und dabei mit Sonja anbandelt, die allerdings permanent Licht verschwendet. Für Kinder bieten die Museen am 13. November in den frühen Abendstunden eine Führung im Dunkeln an – „Nachts im Museum“.

Die Phänomenta lädt ein zu „Lichtbildern“. Am 25. Oktober soll eine ganz besondere Lichtkunstaktion stattfinden: Möglichst viele Teilnehmer zücken gleichzeitig ihre kleinen Taschenlampen, Feuerzeuge oder Handys und gestalten so Worte, Blumen oder Sterne. Eine Spiegelreflexkamera nimmt diese besonderen Bilder auf, so dass diese in Projektionen gezeigt werden – je nach Witterung innerhalb der Phänomenta oder draußen.

Auch die Stadtbücherei ist mit von der illuminierenden Partie: „Licht-Visionen“ heißt ein Film, der am Dienstag, 6. Oktober, sowie am Samstag, 14. Oktober, am Vormittag am späten Nachmittag in Dauerschleife im Studio über die Leinwand flimmert und Antwort gibt auf die Frage: Was ist Licht? Darüber hinaus wird eine Medienausstellung „Jahr des Lichts 2015“ im Markt der Stadtbücherei vom 1. bis 24. Oktober aufgebaut. Für Kinder bietet das Bücherei-Team am 28. November im Aktionsraum „Licht und Schatten – Profile als Scherenschnitt“ an.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare