Paar aus Idar-Oberstein macht schlechte Erfahrungen

Kein barrierefreies Hotel in Lüdenscheid? Der Rat soll jetzt prüfen

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Ingrid Stourm-Müller und ihr Mann Horst vermissen rollstuhlgerechte Hotelzimmer in Lüdenscheid.

Lüdenscheid - Die CDU-Fraktion im Rat will prüfen lassen, ob und wenn ja wie viele rollstuhlgerechte und barrierefreie Zimmer es in Lüdenscheider Hotels und Pensionen gibt. Ein Paar aus Idar-Oberstein hat schlechte Erfahrungen gemacht.

Einen entsprechenden Antrag will Fraktionschef Oliver Fröhling am Montag in den Rat einbringen. 

Anlass für die Initiative sind die Erlebnisse eines Ehepaares aus Idar-Oberstein, das zum jüngsten Stadtfest in die Kreisstadt gekommen war. Ingrid Stourm-Müller, geborene Lüdenscheiderin und mit ihrem Mann Horst Müller seit 35 Jahren in Rheinland-Pfalz heimisch, ist auf den Rollstuhl angewiesen. 

In einem Brief an den Bürgermeister, an zahlreiche Vertreter der Ratsfraktionen und die LN-Redaktion schreibt sie unter anderem: „Es gibt in der ganzen Stadt kein einziges Hotel mit behindertengerechten Zimmern.“ 

Das Ehepaar war diesmal im Mercure-Hotel abgestiegen. „Dort gab es bei unserem letzten Aufenthalt wenigstens eine behindertengerechte Toilette in der Restaurant-Ebene.“ Die gebe es nun auch nicht mehr. 

Sie hoffe, dass sich in Lüdenscheid durch ihre Initiative „etwas für die Schwächsten in der Gesellschaft“ bewege. „Und natürlich hoffe ich das auch dringend für mich, denn ansonsten kann ich meine geliebte Heimatstadt nicht mehr besuchen.“ 

Die Union im Rat will erreichen, dass die Stadtverwaltung Kontakt mit den örtlichen Hoteliers aufnimmt „mit dem Ziel, rollstuhlgerechte und barrierefreie Zimmer in ausreichender Zahl anbieten zu können“. Außerdem soll geprüft werden, ob die Stadt die Beherbergungsbetriebe dabei unterstützen kann.

Die öffentliche Ratssitzung findet am Montag im Ratssaal statt und beginnt um 17 Uhr.

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