Bürgermeister Dzewas tritt 2014 wieder an

Kandidiert 2014: Dieter Dzewas.

LÜDENSCHEID - Bürgermeister Dieter Dzewas (SPD) will sich bereits am 25. Mai 2014 erneut für sechs Jahre um das Amt bewerben. Das erklärte Dzewas am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung, nachdem er die Parteigremien und alle Ratsfraktionen informiert hatte.

Dzewas, der 2009 auf sechs Jahre bis 2015 gewählt worden war, macht vom einmaligen Recht auf vorzeitige Niederlegung des Amtes Gebrauch. Die Lüdenscheider wählen Stadtrat und Bürgermeister damit an einem Tag.

Zu den Beweggründen seiner Entscheidung sagte der 58-Jährige, der nunmehr seine dritte Amtszeit anstrebt: „Ich fühle mich fit für eine weitere Ratsperiode, die so oder so 2020 endet. Der Herausforderung fühle ich mich gewachsen, und die Zusammenlegung der Wahlen ist für mich auch aus Kostengründen eine Frage der Glaubwürdigkeit.“

Er könne nicht im Rat oder in Bürgersprechstunden über kleine und kleinste Summen diskutieren und dann selbst einen separaten Bürgermeister-Wahltermin im Jahr 2015 auslösen. Daher habe er um seine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis auf Zeit zum Ende der laufenden Ratsperiode gebeten. Die Funktion des Wahlleiters übernimmt jetzt der Erste Beigeordnete Wolff-Dieter Theissen.

Er sehe noch spannende Aufgaben auf die Stadt zukommen, sagte Dzewas. Auch in Lüdenscheid spiegelten sich die gesellschaftlichen Umwälzungen wider. Als Beispiele nannte Dzewas den Famo als Reaktion auf die Bevölkerungsentwicklung oder auch die Denkfabrik, die vor diesem Hintergrund Kinder und Jugendliche für die Arbeitsplätze in ihrer industriell geprägten Heimatstadt begeistern soll.

Daran wolle er auch in den kommenden Jahren mitwirken, sofern ihm die Lüdenscheider Wähler noch einmal die Möglichkeit dazu gäben. „Der Rest ist fairer Wettbewerb, der ohne persönliche Anfeindungen auskommen sollte“, erklärte Dzewas mit Blick auf den nunmehr heraufziehenden Kommunalwahlkampf.

Hätte der Lüdenscheider Bürgermeister so entschieden wie sein Iserlohner Amtskollege Peter Paul Ahrens und die volle Amtszeit bis 2015 ausgefüllt, wäre danach eine eigene Bürgermeisterwahl auf die Lüdenscheider zugekommen. „Die Differenzierung zwischen Personen und Parteien ist zwar schon weit fortgeschritten“, meinte der frischgebackene Kandidat. Doch habe er nie ein Hehl aus seiner Zugehörigkeit zur SPD gemacht: „Es mag manchen Vorteil haben, als Bürgermeister parteilos zu sein, aber ich fühle mich in der SPD wohl, auch wenn ich längst nicht mehr so ideologisch denke wie in den Anfangsjahren.“

So habe er seinerzeit auch den CDU-Bürgermeister Jürgen Dietrich hoch zu schätzen gelernt: „Anfangs haben wir ihn nur als politischen Gegner gesehen. Doch seine unnachahmliche Art, Interessen zusammenführen, ist für mich heute längst ein Vermächtnis.“

Thomas Hagemann

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