Lüdenscheider bringen Chic auf die Light & Building

Dank der neuen Kooperation mit der Zeitschrift „Brigitte“ zeigt Busch-Jaeger auf der Light & Building in Frankfurt dem Publikum aktuelle Moden neben moderner Technik.

LÜDENSCHEID/FRANKFURT ▪ Es war ein Wiedersehen auf hohem Niveau – und das buchstäblich: Beim „Lüdenscheider Frühstück“ diskutierten heute Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Verbänden der Bergstadt zum Auftakt der Frankfurter Messe „Light & Building“ im Obergeschoss des aufwändig gestalteten Busch-Jaeger-Messestandes die Folgen der Energiewende. Unten flanierten kurz darauf die Models der erstmals von Busch-Jaeger und der Zeitschrift Brigitte inszenierten „Fashion Show“ über den Laufsteg.

Die ungewöhnliche Catwalk-Kooperation zwischen dem Marktführer für Elektroinstallationstechnik und der Frauenzeitschrift mit Millionen Leserinnen kam auf Betreiben von Busch-Jaeger zustande. Wie Unternehmenssprecher Michael Wasiletschko erläuterte, will Busch-Jaeger gerade Frauen stärker ansprechen, weil sie 80 Prozent aller Kaufentscheidungen träfen – „auch die, welcher Schalter zuhause an die Wand kommt“.

Busch-Jaeger setze daher auf Themen, die auch Frauen interessieren sollen. „Die Modenschau auf einer Hightech-Messe ist etwas sensationell Neues“, erklärte Moderator Peter Sieger. Tatsächlich kommen die Fashion-Shows in Halle 8 beim Publikum bestens an: Der Laufsteg war heute stets dicht umlagert. Und zwischen den Auftritten verwandelt er sich im Handumdrehen wieder in einen langen Schalterstand.

Adalbert M. Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Busch-Jaeger, beschrieb die eigene Geschäftslage wie auch die der Branche als glänzend. Auf das Erfolgsjahr 2011 sei ein noch besseres erstes Quartal 2012 gefolgt. Befeuert sieht Neumann die Entwicklung durch die Energiewende: Sie biete weitere Chancen auf Marktführerschaft, gerade weil in Deutschland enge Fristen zu raschen Entscheidungen in Richtung erneuerbarer Energien, Nachhaltigkeit und Energiesparen zwingen.

Hier legte Klaus-Dieter Pick, Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Elektrohandwerks, sein Veto ein: „Mir ist das Regierungshandeln gerade in der Energiepolitik zu sprunghaft“, nannte Pick neben dem Atom-Ausstieg auch die Rückführung der Solarförderung. Sie sei „Knall auf Fall“ erfolgt und tue aktuell auch vielen Handwerksbetrieben weh.

Dass die Stadtverwaltung nur noch atomkraftfreien Strom bezieht, betonte Bürgermeister Dieter Dzewas. Um stärker in nachhaltige Lösungen wie den Einbau von LEDs in alle Straßenlaternen investieren zu können, müsse die Stadt jedoch erst ihren Etat wieder ins Lot bringen, verwies Dzewas auf das heute vorzulegende Sparpaket. Was LEDs heute können, berichtete Tim Henrik Maack, Sprecher der Erco-Geschäftsführung: „Unser gesamter Messestand in Halle 3 hat eine Anschlussleistung wie die Espressomaschine nebenan.“

Busch-Jaeger-Geschäftsführer Jürgen Högener sagte, es sei vorstellbar, sein Unternehmen eines Tages nur noch mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Kammerpräsident Harald Rutenbeck warnte indes vor zu großer Euphorie: „Eine Alu-Schmelze mit Windkraft zu betreiben, stelle ich mir noch schwierig vor. Wir brauchen einen Energie-Mix, und der ist international abzustimmen – auch, was den Atomausstieg angeht.“

Das letzte Wort in einer lebhaften Frühstücksrunde hatte Elisabeth Wilfart, Gleichstellungs- und Agendabeauftragte der Stadt: Sie wünsche sich, dass Frauen nicht nur als Technik-Kundinnen wahrgenommen, sondern ebenso verstärkt in der Produktion tätig werden. Dafür bedürfe es der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier bot sie den Firmen Hilfestellungen der Stadt etwa bei der Überbrückung von Ferienzeiten in der Kinderbetreuung an. Im Übrigen stehe das Klimakonzept der Verwaltung kurz vor der Fertigstellung.

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