Lüdenscheider besichtigen Phänomenta-Neubau

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Viele Lüdenscheider interessierten sich für den Neubau der Phänomenta.

LÜDENSCHEID -  „Bestanden!“ Diese Note konnte Phänomenta-Leiter Johannes Pöpping dem Turm zusprechen, der in Zukunft das „Foucault’sche Pendel“ beherbergen soll. „Er hat den Härtetest bei diesem stürmischen Wetter hervorragend gemeistert“, freute sich Johannes Pöpping, der am Samstag eine der Führungen durch den Neubau der Phänomenta leitete.

Der Baustellencharme ist an der Gustav-Adolf-Straße noch nicht gewichen – und dennoch konnten die Besucher deutlich erkennen, dass die neue Phänomenta wächst und ihrer Fertigstellung mit großen Schritten entgegengeht. „Wir liegen gut im Zeitplan. An manchen Tagen arbeiten hier in den Räumen gleich 40 Handwerker der unterschiedlichsten Gewerke gleichzeitig. Es geht bestens voran“, gab Johannes Pöpping Einblicke in den Baufortschritt.

Erstaunt waren die Führungsbesucher vor allem von der Größe des Neubaus. „Von außen“, da waren sich alle einig, „sieht das alles viel kleiner aus.“ Johannes Pöpping konnte gemeinsam mitLinus Wortmann vom ausführenden KKW-Architektenbüro aus Altena für Aufklärung sorgen: „Die Größe spiegelt sich außen nicht wieder, weil viele Raumbereiche sozusagen in den Berg hineingetrieben wurden.“

Großzügig und offen ist der Neubau der Phänomenta gestaltet – mit Ein- und Ausblicken der ganz besonderen Art. Im Untergeschoss befindet sich der „Phänorama-Raum“, in dessen Mitte ein großes Sitzmöbel Platz finden soll. „Und wenn man auf dem liegt oder sitzt kann man durch die sechseckige Öffnung in den Phänomenta-Turm schauen und das Foucault’sche Pendel betrachten“, erklärte Johannes Pöpping, bevor er die Frage beantwortete, die sicher viele Lüdenscheider umtreibt: „Wie bewegt sich das Foulcault’sche Pendel denn nun eigentlich? Von wo kommt der Impuls für die andauernde Bewegung?“ Die Antwort: Ein Elektromagnet unterhalb des Pendels, mitten in der sechseckigen Öffnung zum Turmbau angebracht, soll in Zukunft dafür sorgen, dass das Pendel im Phänomenta-Turm unabhängig von seiner aktuellen Bewegungsrichtung einen zusätzlichen Impuls erhält. Dadurch werden Reibunsgverluste ausgeglichen, und das Pendel kommt nicht zum Stillstand. Auch kleiner Störungen im geradlinigen Lauf des Pendels, die nicht völlig vermeidbar sind, sollen durch den zusätzlichen Schwung ausgebügelt werden. „Wenn ein Besucher das Pendel berührt und die Bahn dadurch verändert, kann der Magnet solche kleinen Abweichungen ganz einfach regulieren“, erklärte Johannes Pöpping.

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